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Erster Süd-Sieg nach fünf Niederlagen

06.12.2009 | 20:20 Uhr
Erster Süd-Sieg nach fünf Niederlagen

Sieg und Niederlage für Dortmunds Verbandsligisten: Während der HC Süd seine Negativ-Serie mit einem 33:31 über Werdohl/Versetal beendete, kassierte der OSC eine 21:30-Schlappe in Eiserfeld.

Es war eine Erlösung. Die Spieler jubelten wie glückliche Kinder, und Trainer Martin Denso war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Mit 33:31 (13:13) setzten sich die Verbandsliga-Herren des HC Do-Süd am Samstag gegen den HSV Werdohl/Versetal durch. Es war der erste Sieg nach fünf Niederlagen.

„Ein verdienter Sieg, wir waren die bessere Mannschaft”, beeilte sich Denso nach dem Abpfiff zu sagen, wusste er doch genau, dass seine Mannschaft knapp an einer selbst verschuldeten Pleite vorbeigerauscht war. „Die letzten zehn Minuten nehme ich auf meine Kappe”, erklärte der Coach eine Schlussphase, in der der HC Süd eine kompfortable 29:21-Führung (51.) fast aus der Hand gegeben hatte.

Vor allem mit ihrem Tempospiel hatten sich die Gäste aus dem Sauerland Mitte der ersten Halbzeit leicht absetzen können. 9:12 stand es fünf Minuten vor der Pause, aber mit ein wenig Glück und einem toll kämpfenden Hendrik Hennemann schafften die Gastgeber noch den psychologisch wichtigen Ausgleich.

Es folgte ein furioser Start in den zweiten Durchgang, dem vor allem Dirk Cipa seinen Stempel aufdrückte. Mit fünf Treffern innerhalb von neun Minuten brachte der sprunggewaltige Rückraumschütze sein Team auf die Siegerstraße. Dass die Gäste in dieser Phase bei ihren Kontern immer wieder an Torhüter Trippe scheiterten, kam hinzu.

22:17 stand es, als Werdohl mit einem Timeout etwas zu korrigieren versuchte (41.) – ohne Erfolg. Der HC Süd baute seine Vorsprung weiter aus, bis Martin Denso zehn Minuten vor Schluss im Gefühl des sicheren Sieges durchwechselte. Deutlich zu früh. Das komplette Süd-Gebäude begann von einer Minute auf die andere zu zittern. Erst ganz zum Schluss bewies Henning Bublies mit drei Treffern in Folge Nervenstärke und beim Gäste-Gegenstoß, als es 32:31 stand, verhinderte Waschescio den Ausgleich.

HC Süd: Trippe, Waschescio; Paukstadt (1), Hausl (3), Bublies (5), Fuck (5), Pixberg (4), Decker (2), Hennemann (3), Höhmann (3), Cipa (6), Becker (1).

Nach dem Erfolgserlebnis der Vorwoche ist der Aufwärtstrend des OSC am Sonntag (zumindest vorerst) wieder gestoppt. Beim RSV Eiserfeld setzte es eine 21:30 (7:10)-Niederlage, die vor allem eine Folge der schlechten Angriffsausbeute war. In der ersten Hälfte konnten die Dortmunder die Schwäche aus dem Rückraum noch mit einer bärenstarken Abwehr kompensieren. Zwar warf der OSC in der ersten Hälfte nur sieben Treffer, kassierte in 30 Minuten aber auch nur deren zehn. Außerdem hatte die Truppe von Trainer Carsten Lueg den Ausfall von Jonas Krug wegzustecken, der nach einer Abwehraktion die Rote Karte sah. „Eine strittige Entscheidung”, urteilte Lueg. Für die Niederlage wollte und konnte er die Unparteiischen aber nicht verantwortlich machen. Die hatten sich die OSCer mit ihren durchgehend schwachen Angriffsbemühungen selbst zuzuschreiben. Nach 50 Minuten (22:15) war die Partie bereits entschieden.

OSC: Pleic (ab 38.), Stumpf; Krug, Edeling (6/4), Bratzke (4), Lepine (5/2), Schröter (2), Tomlik, Schürmann (2), Köhne, Bekston (1), Austermann (1), Strauß, Wittland.

Volker Surkamp und Timm Becker

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