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Erst Dortmund, dann Paris

01.06.2012 | 19:36 Uhr
Erst Dortmund, dann Paris
Grigor Dimitrov in seinem Spiel gegen Richard Gasquet.

Derzeit sorgten sie in Paris, bei den French Open, für einige Aufmerksamkeit. Der Argentinier Leonardo Mayer beispielsweise, weil er am Donnerstag mit einem Sieg gegen Philipp Kohlschreiber das Aufgebot der deutschen Spieler auf ein Minimum reduzierte. Und der Bulgare Grigor Dimitrov, weil er sich gestern mit einem unglaublichem Spiel gegen Richard Gasquet (ein Ballwechsel ging über 32 Schläge, beide Spieler mussten wegen Krämpfen unterbrechen ) aus dem Feld verabschiedete. Mayer und Dimitrov haben noch eine Gemeinsamkeit: Sie waren die letzten beiden Sieger beim Apano-Cup. Ein ganz klein wenig Dortmund spielt also auch in Paris mit.

„Schon damals Profi durch und durch“

„Im Nachhinein werten diese Erfolge unsere Turniere noch ein wenig mehr auf“, freut sich Marc Senkbeil, der Turniermanager beim Apano-Cup. Und darauf hatten die Dortmunder gehofft, damit haben sie für ihre Turniere geworben. „Hier spielen die, die später mal bei den Grand-Slam-Turnieren im Feld stehen“, wirbt Apano-Turnierdirektor Wolfgang Wortelmann Jahr für Jahr. Wie wahr.

Auch Oliver Janz, der Mannschaftsführer von Westfalenligist TSC Hansa, hat einen besonderen Bezug zu den French-Open. Mit zwei Spielern, die im Hauptfeld standen, hat er schon in einer Mannschaft gespielt. Der baumlange Kroate Ivo Karlovic (2,08 Meter) schlug vor zehn Jahren für die Wellinghofer, er kam seinerzeit auf Vermittlung von Nici Pilic zu den Dortmundern und spielte mit ihnen in der Westfalenliga. Wie auch der Finne Jarkko Nieminen. Er kam als 16-Jähriger zu den Hanseaten, „er war aber schon damals ein Profi durch und durch“, wie Janz sich erinnert. Ohnehin hat ihn die Art Nieminens besonders begeistert, „ein toller Typ“, so Janz, „mit ihm zusammenzuspielen, war ein echtes Erlebnis.“

Zu den Hauptrundenspielern von Roland Garros gehört auch der Belgier David Goffin, der in den vergangenen beiden Jahren zu den Attraktionen des Apano-Cups gehörte. Besonders sein erster Auftritt hat in Dortmund Eindruck hinterklassen. Aufgrund seiner Ranglistenposition war er eigentlich für das Hauptfeld qualifiziert, hatte aber vergessen, sich rechtzeitig anzumelden und musste so durch die Qualifikation. Es ist zu vermuten, dass ihm ein solches Missgeschick mittlerweile nicht mehr passiert.



Die Teams im Überblick:
DTK RW unter Druck – Hansa vor Spitzenspiel


Ungünstiger könnte die Konstellation für Regionalligist DTK Rot-Weiß kaum sein: Mit einem Sieg beim Solinger TC könnte er sich Luft im Abstiegskampf verschaffen, allerdings steht ausgerechnet in dieser Partie steht die halbe Mannschaft nicht zur Verfügung. Die beiden Österreicher Marc Rath und Nicolas Reissig stehen wegen Ligaspielen in ihrer Heimat nicht zur Verfügung, der Rumäne Gabriel Moraru ist als Trainer unterwegs. Womit sich die Besetzung auf die heimischen Spieler reduziert – und die Chancen der Dortmunder sinken.

Westfalenligist TSC Hansa kann sich die besten Voraussetzungen für ein Finale in einer Woche schaffen. Die Hanseaten erwarten am Sonntag den ebenfalls noch ungeschlagenen Bielefelder TTC, „das wird eine ganz schwierige Aufgabe“, schätzt Hansas Mannschaftsführer Oliver Janz, der die beste Besetzung aufbieten kann. In der Woche drauf geht es gegen Tabellenführer Dorsten.

Timm Becker



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