Elche von den Füchsen kalt erwischt
12.02.2012 | 21:53 Uhr 2012-02-12T21:53:00+0100
Frank Gentges hatte es befürchtet: Nach dem Kraftakt von Freitag war der Eishockey-Oberligist EHC Dortmund gestern gegen die Duisburger Füchse mit den Kräften am Ende und unterlag erstmals seit dem zweiten Spieltag daheim mit 1:2 (1:0; 0:1; 0:1).
Ein gut besetzter Gast aus Duisburg mit mehreren Ex-Spielern aus dem Elchrudel und gespickt mit Förderlizenzspielern von den Kölner Haien traf auf den nach wie vor ersatzgeschwächten EHC, der noch das dramatische Spiel in Kassel in den Beinen hatte. Das sah man auch im ersten Drittel, in dem die Elche den Füchsen weitgehend die Initiative überließen und sich auf die gewohnt diszipliniert und sicher agierende Defensive zu verließen. Den Gegner sich abarbeiten lassen und selbst Nadelstiche setzen, das war ganz dem Geschmack der Gastgeber. Plötzlich sah sich der EHC einige Male in Unterzahl, geriet dabei aber selten in Gefahr. Kaum wieder komplett eroberte Niklas Clusen an der eigenen blauen Linie die Scheibe, lief ins gegnerische Drittel und traf etwas glücklich zum 1:0.
Ausgleich war möglich
Die Partie vom Freitag und die Personalsituation machten sich in der Folge doch bemerkbar. Duisburg hielt das Offensivspiel aufrecht, der EHC aber ließ etwas nach. Sehr früh ging die Scheibe in der neutralen Zone oft verloren, Benjamin Finkenrath musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren. Die eigenen Angriffe wurden seltener, und so war das 1:1 für die Füchse mehr als verdient, Marcel Ohmann traf im Nachschuss (37.).
Paradox genug, dass sich die Elche nach diesem Treffer wieder aufrafften und bis zum Ende des Drittels mehrfach die Chance hatten, wieder in Führung zu gehen. Die größte davon vergab Frank Petrozza, der aber an Björn Linda scheiterte.
Im Schlussdrittel ging es zunächst ausgeglichen weiter. Auffallend war aber die Harmlosigkeit beider Teams in Überzahl, was speziell dem müden EHC in den Schlussminuten zum Verhängnis wurde. Zuvor hatte sich Duisburgs Philipp Riefers die Scheibe geschnappt, zu Daniel Huhn gespielt, der keine Mühe mit dem 1:2 hatte. 90 Sekunden vor Schluss gab es dann eine Überzahl für die Elche, in der aber einmal mehr deutlich wurde, dass in diesem Spiel keiner für eine finale Aktion gut war. So verstrich die Ausgleichschance, eine angesichts der Situation wohl unvermeidliche Niederlage war perfekt.
Strafminuten: Zuschauer:
13:07
Dritt- und Viertligisten in allen möglichen Sportarten haben wir genug in Dortmund. Allein dieser dämliche Modus im Eishockey:
Vorrunde, Hauptrunde, Finalrunde, Playoffs und was weiß ich. Und das alles für EINEN EINZIGEN Aufstiegsplatz, den am Ende sowieso wieder eine Mannschaft aus Bayern erklimmt. Ich weiß nicht, ob ich als Eishockeyfan Bock darauf hätte, die selben Gegner gefühlte 10x zu sehen.
23:28
Gegen Duisburg kann man mal verlieren.......
Die Lustigste Nummer hat das durchaus Fachmännische Publikum mal wieder selbst inziniert.
Bei 726 zahlenden Zuschauern, wovon gut und gerne noch 200 Gästefans aus Duisburg abzuziehen sind, vom Aufstieg in die 2te Deutsche Eishockey Bundesliga zu singen.
Alle Achtung!!!!!
Das Zeug würde ich auch mal gerne nehmen.
Schönen Gruss noch