Elche geben Erfolg noch aus der Hand
10.02.2012 | 22:31 Uhr 2012-02-10T22:31:00+0100
Ein dramatisches Spiel, das der EHC Dortmund in Kassel erst kurz vor Schluss aus der Hand gab, endete mit 3:2 (0:0; 0:1; 2:1) nach Verlängerung für die Huskies. Der EHC ist mit dem einen Punkt dennoch sicher in der Aufstiegsrunde.
Es begann ungewöhnlich: Das Spiel in Kassel, nicht gerade als Hochburg des närrischen Frohsinns bekannt, wurde von einer Karnevalsprinzessin eröffnet. Als die Dame unfallfrei das Eis verlassen hatte, legten erstmal die Elche los. Unbeirrt von der ausverkauften Halle zogen sie ein taktisch cleveres Spiel auf, waren in den ersten zehn Minuten dominant, ohne aber gegen die erstklassige Defensive der Huskies zu großen Chancen zu kommen. Die Gastgeber kamen erst danach besser zurecht, konnten aber ihrerseits nicht viel ausrichten, der EHC blieb das Team mit der größeren Umsicht.
Dass es im Mitteldrittel nur ein Tor gab, lag vor allem an den Elchen, die nur kurz nach Wiederbeginn in zweifacher Überzahl in Führung gingen, Nils Liesegang versenkte einen abgeprallten Kreuzmann-Schuss eiskalt. Die Huskies antworteten mit wütenden Attacken, hatten jetzt auch einige Powerplaychancen. Doch weiterhin stand die Dortmunder Defensive sehr sicher, agierte variabel und aufmerksam. Und was dann doch durchkam, meisterte Goalie Benjamin Finkenrath, der sich zu seiner wohl besten Saisonleistung steigerte.
Und so ging es über weite Strecken des Schlussdrittels weiter. Der EHC hatte immer die bessere Antwort, hielt die Huskies in Schach, und bei einem erneuten 5:3-Powerplay war Frank Petrozza zur Stelle und sorgte für die vermeintliche Vorentscheidung. Dass sie es letztlich nicht war, zählt zu den Dingen, die Eishockey so attraktiv machen. Die Huskies gaben nicht auf, setzten den EHC unter Dauerdruck, Michael Christ und Sven Valenti schafften innerhalb von 47 Sekunden noch den Ausgleich. In der Verlängerung hatte Nils Liesegang den Sieg auf dem Schläger, doch im Gegenzug traf Christ Sekunden vor Schluss zum 3:2.
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