Einstand nach Maß für den EHC
16.03.2010 | 23:05 Uhr 2010-03-16T23:05:00+0100
Premiere an der Strobelallee: das erste Spiel der Oberliga-Play-offs für den EHC Dortmund ging über die Bühne. Nach den ersten 60 Minuten der möglicherweise langen Auseinandersetzung mit den Passau Black Hawks holte sich der EHC beim 5:1 (2:0; 1:1; 2:0) den ersten von vier nötigen Siegen.
Grautöne kennen die Elche nicht. Entweder versuchen sie, von Beginn an großen Druck zu erzeugen, oder sie reiben sich erst mal den Schlaf aus den Augen und laufen zu Beginn hinterher. So auch gestern, als die Black Hawks klar das bessere und schnellere Team waren. Dass die Elche nach neun Minuten nicht zurücklagen, war ausschließlich Benjamin Finkenrath zu verdanken, der mit einigen starken Paraden mehrmals Situationen eins gegen eins gewann. Der EHC kam in viele Zweikämpfe zu spät, bekam keine Kontrolle über das Spiel. Passau war offenbar nicht gewillt, die Play-offs einfach abzuschreiben. Doch urplötzlich war sie wieder da, die gewohnte Gefährlichkeit der Elche.
Kevin Thau erzielte in Billardkooperation mit Bande und Matthias Potthoff das 1:0, Jake Brenk ließ nur wenig später das 2:0 folgen. Schlagartig war der Widerstand der Gäste gebrochen. Ab dem zweiten Drittel kontrollierte der EHC das Spiel. Paradoxerweise fiel gerade in diese Phase hinein der Anschlusstreffer, John Sicinski nutzte eine Überzahl. Aber einmal erwacht, fackelte der EHC nicht lange, Jake Brenk stellte den alten Abstand wieder her.
Jetzt folgte die spielerisch attraktivste Phase des Abends. Die Black Hawks kämpften mit schwindenden Kräften, der EHC ließ Scheibe und Gegner laufen. Nur Abschlusspech und Daniel Huber im Passauer Tor verhinderten eine frühzeitige Vorentscheidung. Nach Wiederbeginn verlegten sich die Elche auf Spielkontrolle. Geduldiges Warten auf gegnerische Fehler war die Devise, und die Black Hawks taten ihnen den Gefallen. Alexander Janzen schnappte sich einen schlechten Pass, fuhr ins Passauer Drittel, legte quer, wo David Hördler sich die Ecke aussuchen konnte. T.J. Sakaluk legte noch in für ihn typischer Manier zum Endstand nach.
So gelang dem EHC gegen einen unbequemen Gegner ein Einstand nach Maß in die Play-offs. Nach schwachem Beginn raffte man sich zu einem letzlich überzeugenden Sieg auf.
Tore: 1:0 Thau (9:12), 2:0 Brenk (10:26), 2:1 Sicinski (30:34), 3:1 Brenk (33:01), 4:1 (48:15), 5:1 Sakaluk (58:10). - Strafminuten: EHC 8; Black Hawks 10. - Zuschauer: 534.
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