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Ein tolles Jahr - in Wickede und Hombruch

20.12.2012 | 18:31 Uhr
Ein tolles Jahr - in Wickede und Hombruch
Grenzenloser Jubel: Alexander Gocke (Mitte) nach dem Gewinn der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft 2012 mit Westfalia Wickede.Foto: Knut Vahlensieck

Trainer-Neuling Alexander Gocke hat in den vergangenen zwölf Monaten einen bemerkenswerten Aufstieg hinter sich. Dem Gewinn der Hallen-Stadtmeisterschaft mit Westfalia Wickede folgte eine sensationeller Herbstserie beim Hombrucher SV.

Besser hätte dieses Kalenderjahr aus sportlicher Sicht für Alexander Gocke nicht laufen können. Bei seinem Kurzzeit-Job als Cheftrainer von Westfalia Wickede holte er im Januar gleich den Hallentitel, bei seiner ersten hauptamtlichen Tätigkeit führte er den Hombrucher SV an die Spitze der Landesliga. Jetzt könnte sich der Kreis schließen, wenn es dem Traditionsklub aus dem Süden gelänge, nach zuletzt zwei vergeblichen Anläufen wieder für die Finalrunde einzuziehen.

Er hat einen beachtlichen Aufstieg hinter sich, dieser Alex Gocke, der insgesamt neun Jahre in Diensten der Westfalia stand - erst als Spieler, dann als spielender Co-Trainer, in der vergangenen Saison dann erstmals ausschließlich als Assistent von Marko Schott, mit dem er - so unterschiedlich die beiden Typen auch sind - ein prima funktionierendes Gespann bildete.

„Diese Truppe hält zusammen
wie Pech und Schwefel“

Es verwunderte nicht, dass der Chef seinen zweiten Mann bei der letztjährigen Hallenmeisterschaft komplett mit der Betreuung des Teams betraute - als Dankeschön für die Arbeit, die der 34-Jährige in all der Zeit hinter den Kulissen geleistet hatte. Gocke zahlte das Vertrauen zurück, zeigte, dass er eine Mannschaft führen, sie konzeptionell einstellen, sie motivieren und auch zu Erfolgen führen kann.

„Ich habe das damals auch als eine Art Test angesehen“, sagt Alex Gocke zu dem Kurzzeit-Job, der mit dem Triumph in der Westfalenhalle endete. Wenn er auch den Großteil daran der Mannschaft zuschreibt, stand auch er selbst erstmals im Fokus einer breiteren Öffentlichkeit. Vielleicht haben sich die Verantwortlichen des Hombrucher SV gerade daran erinnert, als sie ihm im Sommer das Angebot unterbreiteten, das Traineramt zu übernehmen. „Die Offerte kam quasi aus dem Nichts“, erinnert sich Gocke, „die Saison war ja gerade beendet und ich hatte mich eigentlich darauf eingestellt, in Wickede zu bleiben.“ Nach reiflicher Überlegung dann doch das Ja - zum neuen Job und einer neuen Herausforderung.

Dass es so gut laufen würde - der HSV überwintert mit neun Punkten Vorsprung auf Platz eins - hatte niemand erwartet. „Ich bin angetreten mit dem Ziel, eine Einheit zu formen, die darüber hinaus einen guten Ball spielt und hinten sicher steht“, sagt Alex Gocke, „wenn ich jetzt zurückblicke, konnte nicht gar nicht mehr erreichen. So toll Wickede war, genauso richtig war dieser Schritt. Ich habe eine junge, ehrgeizige Truppe, die zusammenhält wie Pech und Schwefel. Und die es verdient hat, dass die Fans ihre tollen Leistungen endlich honorieren.“

In der Halle bietet sich den Hombruchern die einmalige Gelegenheit, sich vor einer großen Kulisse zu präsentieren und das Image noch weiter aufzupolieren - vor allem in der Endrunde. „Bis dahin ist es ein weiter Weg“, verweist Gocke auf die ungeheuer starke Konkurrenz im Süden, „aber ich kann den Jungs aufgrund meiner Wickeder Erfahrungen vermitteln, welchen Spaß es macht, in der Halle zu spielen. Und dass die Freude steigt, je weiter man kommt.“ Die Körnig-Halle sei für alle ein erstrebenswertes Ziel: „Gerade in der Endrunde ist die Stimmung eine ganz andere als draußen. Und von der Wahrnehmung in Dortmund und Umgebung ist diese Veranstaltung präsent wie kein anderes Sportereignis in dieser Stadt.“

Da sind sie wieder, die Erinnerungen an den letzten Winter, als sich die Westfalia auch von solchen Unwägbarkeiten wie der schweren Verletzung von Torhüter Daniel Limberg und der 2:5-Pleite in der Zwischenrunde gegen Brackel nicht vom Kurs abbringen ließ und am Ende „die mit Abstand beste Mannschaft der beiden Finaltage war“, wie er heute stolz behauptet.

Wie in Wickede, ist auch in Hombruch die Halle ein Mosaiksteinchen im Gesamtgebilde. Natürlich gilt das Hauptaugenmerk der Meisterschaft im Freien. Aber weil bei Alex Gocke auch der Spaß nie zu kurz kommt, darf man auch gespannt darauf sein, was der HSV in diesem Winter aufs Parkett zaubert.

Udo Stark

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