Ein perfekter Abend für den OSC
10.02.2012 | 22:33 Uhr 2012-02-10T22:33:00+0100
Der OSC hat es ein zweites Mal gemacht. Wie im Hinspiel setzten sich die Dortmunder am Freitagabend in einem dramatischen Verbandsliga-Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Westerholt durch. In einer Partie mit Endspiel-Atmosphäre hatten die Gastgeber am Ende mit 32:29 (17:14) die Nase vorn.
Etwas ähnliches hat Dortmund in Sachen Handball seit Jahren nicht mehr erlebt. Absolute Spitzenspiel-Stimmung, eine mit weit über 500 Zuschauern rappelvolle Halle Hacheney, mit Transparenten hinter den trommelnden Fanblöcken – als würde an diesem Abend über den Aufstieg in die Oberliga entschieden.
Mit jeder Menge Selbstvertrauen, Zuversicht, Meisterschaftseuphorie geradezu, war der Tabellenführer nach Dortmund gekommen, unterstützt durch die Besatzungen mehrerer Fan-Busse, und dann erlebten sie einen Gastgeber, der sie zum Auftakt fast überrannte.
Unspektakulär, mit Standard-Angriffswechseln startet der OSC, das aber mit hohem Tempo und vor allem großer Präzision. Drei Mal in Folge schloss Michael Neumaier in klassischer Shooter-Manier gut vorbereitet ab, dann gelang ihm sogar der Gegenstoß-Treffer. 6:2 lagen die Gastgeber nach knapp sieben Minuten vorne, weil gleichzeitig auch die Abwehr funktionierte, ohne dass Westerholts Top-Schütze Christopher Klasmann eine Sonderbewachung bekommen hatte
Bei Westerholtes Dortmunder Trainer Uwe Bekston lugte die grüne Karte bereits weit aus dem Hosenbund – als es nach 15 Minuten sogar 10:5 für den OSC stand, kam das Time-Out.
Fast wäre es verhängnisvoll für die Gastgeber geworden, dass sich die Maßnahmen der Gäste nicht sofort im Ergebnis niederschlugen. Zwar funktionierte jetzt das Offensivspiel gar nicht mehr, aber ein paar Kunstschüsse von Philipp Lemke und Florian Edeling hielten den OSC vorne.
Zum Seitenwechsel lagen sie noch mit drei Toren vorne, aber der Bruch kam folgerichtig im zweiten Durchgang. Weil jetzt auch noch beste Chancen vergeben wurden, kam Westerholt auf, und in der 40. Minute folgte auf den Ausgleich (20:20) die erste Führung. Bis auf 25:21 bauten die Gäste die Führung aus, aber dann kam endlich die OSC-Auszeit.
Jetzt galt es Kampf und Emotion zu zeigen, und die Partie kippte erneut. Florian Edeling bewies Cleverness, Klasse und Kämpferherz, auch Michael Neumaier, der zwischenzeitlich abgetaucht war, kämpfte jetzt, und im Tor war Lukas Brüske der richtige Griff.
Drei Minuten vor Schluss war der OSC wieder vorne, hatte jetzt den Lauf und ließ sich unter Jubel zum Sieg tragen.
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