Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Boxen

Ein Kampf auf Augenhöhe

12.09.2012 | 17:35 Uhr
Ein Kampf auf Augenhöhe
Der strenge Blick des Trainers: Thorsten Brück beim Training mit Weltmeisterin Goda Dailydaite.Foto: Helmuth Vossgraff

Gut zwei Wochen hat sie noch Zeit. Dann muss alles stimmen. Nicht nur das Gewicht von 57,15 kg, das maximal im Federgewicht bei den Frauen zugelassen ist. Doch zwei Wochen gehen rasend schnell um, eine kleine Erkältung und der knapp kalkulierte Zeitplan stimmt vorne und hinten nicht mehr. Im Gespräch mit unserer Zeitung blickt Thorsten Brück, Trainer der Dortmunder Boxerin Goda Dailydaite, auf die kommenden Tage bis zum WM-Kampf am 29. September in der Westfalenhalle 3B gegen Herausforderin Irma Balijagic Adler.

Wie sieht es aus. Stimmt der Zeitplan?

Thorsten Brück: Im Großen und Ganzen ja. In der letzten Wochen mussten wir aber drei Tage lang pausieren. Goda war erkältet und wir wollten kein Risiko eingehen.

Fehlen diese drei Tage am Ende?

Nein. In der letzten Woche hätten wir es sowieso ruhiger gehen lassen. Jetzt müssen wir etwas nachsitzen.

Fehlt da nicht die Zeit für die Erholung?

Nein, denn Goda ist so fit wie noch nie. Sie regeneriert viel schneller als früher. Sicherlich auch ein Erfolg unseres Ernährungsberaters, mit dem wir zusammenarbeiten.

Was macht das Gewicht. Wird’s eng?

Natürlich muss noch etwas runter, aber das ist normal. Optimal ist es, wenn Goda zwei Tage vor dem Kampf das geforderte Limit von 57,15 kg erreicht. Es ist nicht gut, wenn sie schon zwei Wochen vor dem Kampf ausgelutscht ist.

Die restlichen Tage bis zum Fight haben es in sich. Wie bekommt man das alles geregelt?

Ganz wichtig war, dass Goda von ihrem Arbeitgeber DSW 21 in der WM-Vorbereitung freigestellt wurde. Sonst ginge das gar nicht. Wir haben viel mehr Presse- und PR-Termin als vor dem ersten Kampf. Dann würde auch das Training darunter leiden. Zumal wir jetzt umheimlich viel unterwegs sind. Allein in dieser Woche haben wir Sparringskämpfe in Oberhausen, Bottrop und Düsseldorf. Dazu kommen immer noch Laufeinheiten.

Gibt es eigentlich genug Trainingsgegnerinnen oder müssen da auch mal Männer herhalten?

Auf keinen Fall trainieren wir gegen Männer. Denn wenn die mal den einen oder anderen Schlag abgekommen, werden sie sauer und setzen ihre Kraft ein. Das bringt Goda technisch nicht weiter. Da tue ich den Frauen nicht an.

Zuletzt hieß es, die Kondition seit absolut top. Was sind augenblicklich die Trainingsschwerpunkte?

Stimmt, das Konditionstraining ist durch. Jetzt trainieren wir die Automatismen, den Bewegungsablauf, der auf die Gegnerin abgestimmt ist.

Und wie boxt Irma Balijagic Adler?

Zumindest völlig anders als zuletzt Arleta Krausova. Das war eine gefährliche Puncherin. Da mussten wir vorsichtig agieren. Goda konnte ihre boxerische Klasse nicht so zeigen.

Gegen Balijagic Adler wird das anders sein?

Ja, weil beide ungefährlich gleich boxen. Beide sind technisch und taktisch gut geschult. Das wird ein Kampf auf Augenhöhe. Und das die Bosnierin zwei oder drei Zentimeter größer ist, spielt keine Rolle.

Also werden die Fans keinen wilden Schlagabtausch sehen wie gegen Krausova?

Es wird ein ganz anderer Boxkampf werden. Viel schöner für die Fans. Wir haben uns auf zehn Runden eingestellt. Der Unterschied zum Krausova-Kampf wird sein, dass beide Boxerinnen mehr stehen und hart schlagen werden. Das sind zwei Frauen, die den gleichen Boxstil bevorzugen und Fuß bei Fuß stehen.

Gewinnspiel: Zwei VIP-Tickets zu gewinnen

Zur „Nacht der Weltmeister“ am 29. September in der Westfalenhalle 3B rechnen die Veranstalter mit etwa 1500 Zuschauern. Wer dabei in der erste Reihe sitzen will und dazu einen exklusiven Service genießen möchte, der sollte beim Gewinnspiel unserer Zeitung mitmachen.

In Zusammenarbeit mit dem Sponsor-Partner Skoda SBB Autohaus gibt es für den WM-Abend zwei VIP-Tickets im Wert von je 120 EUR plus VIP-Shuttle Service von Skoda zu gewinnen.

Die Gewinner werden vor dem Boxkampf abgeholt und direkt vor die Halle gefahren und nach dem Kampf wieder nach Hause gebracht.

Wer mitmachen will, muss folgende Frage richtig beantworten: Wie heißt die Limousine von Skoda? A: SuperA oder B: Superb. Anrufe unter dem Stichwort „Boxkampf“ unter 01378 / 78 76 27 (0,50€/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunktarif höher) bis Sonntag, 16. September. Die Gewinner werden ausgelost, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Kommentare
Aus dem Ressort
BVB-U19 verpatzt Auftaktspiel gegen Arsenal
UEFA Youth League
Die U19-Fußballer von Borussia Dortmund haben den Auftakt in die UEFA Youth League verpatzt. Dem FC Arsenal unterlag das Team von Trainer Marc-Patrick Meister am Dienstagmittag in Holzwickede mit 0:2 (0:2) - trotz ordentlicher Leistung.
Malte Fischer unterbietet zwölf Jahre alten Kreisrekord
Leichtathletik
"Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement Jung und Alt zum Dortmunder City-Lauf antreten und wie begeistert die Zuschauer die Rennen verfolgen", zeigte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der einen Teil der Wettbewerbe verfolgte, von der Traditionsveranstaltung angetan.
Enttäuschung zum Auftakt - SVD unterliegt Hagen 63:67
Basketball: 2....
Auf den ersten Korb der Saison mussten sie nicht lange warten: Lucas Lages nutzte einen von zwei Freiwürfen. Was an dieser Szene ebenso bemerkenswert war: Es war nicht nur das 1:0, sondern auch schon die letzte Führung des SVD. Nach enttäuschenden 40 Minuten hatten die Hausherren das Spiel gegen BG...
2:2 - ASC 09 steigert sich nach der Pause
Fußball: Oberliga
Fußball-Oberligist hat auch beim zweites Auswärtsspiel in Serie gepunktet. Beim SV Lippstadt holte das Team von Daniel Rios am Sonntag ein 2:2 (0:1). Mit dem Unentschieden können Trainer und Team gut leben. Allerdings kassierte die Mannschaft für die erste Hälfte auch Kritik.
3:0 gegen Köln - BVB-U19 setzt sich oben fest
Fußball:...
Nach einem durchwachsenen Saisonstart fassen die U19-Fußballer von Borussia Dortmundallmählich Tritt. Dank des am Ende verdienten 3:0 (1:0) über den 1. FC Köln setzen sich die Borussen erst einmal im oberen Drittel der Tabelle fest.
Umfrage
Ist allein die Verletztenmisere verantwortlich für den Schalker Fehlstart?

Ist allein die Verletztenmisere verantwortlich für den Schalker Fehlstart?

So haben unsere Leser abgestimmt

Ja! Wer so viele Stammspieler ersetzen muss, kann in der Bundesliga nicht bestehen.
19%
Ja und nein! Es fehlen viele wichtige Spieler - und das ist schlecht. Trotzdem hat Schalke noch genug Qualität im Kader.
35%
Zu viele Verletzte? Ich kann diese billige Ausrede nicht mehr hören!
46%
2820 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Fußball, Bezirksliga 9: TuS Eichlinghofen - BG Schwerin 2:1 (1:1)
Bildgalerie
Fotostrecke
30. City-Lauf in der Dortmunder Innenstadt
Bildgalerie
Fotostrecke