EHC verpatzt den Auftakt komplett
30.09.2012 | 21:50 Uhr 2012-09-30T21:50:00+0200Dass nach dem Rückzug diverser Sponsoren kleinere Brötchen beim EHC gebacken würden, war klar. Beim 1:7 (0:3; 0:3; 1:1) gegen Hamm mussten EHC-Fans konsterniert feststellen, wie klein diese Brötchen tatsächlich sind.
Pflichtspiel eins nach dem erzwungenen Neustart des EHC begann mit druckvollen Gästen, die die nervösen Gastgeber zunächst minutenlang im eigenen Drittel beschäftigten. EHC-Goalie Steve Themm hatte buchstäblich alle Hände voll zu tun, die sich vor ihm öffnenden Lücken zu schließen.
Gegentreffer in Überzahl
Schon nach drei Minuten hatten Matthias Potthoff und Karl Jasik das 0:1 auf der Kelle. Erst nach fünf Minuten war es Jake Brenk, einer der wenigen in der Oberliga konkurrenzfähigen Spieler des jetzigen Kaders, der auch mal Ex-Elch Benjamin Voigt im Lipper Tor prüfte. Deshalb war die Hammer Führung durch Ibrahim Weißleder (13.) auch verdient.
Mehr als etwas Betrieb vor dem Gästetor brachte der EHC auch in der Folge trotz Überzahl nicht zustande - im Gegenteil: innerhalb von nicht mal 60 Sekunden traf Hamm in Unterzahl zweimal, Matthias Potthoff und Weißleder sorgten für ein selten erlebtes Debakel für die Elche. Noch schlimmer war, dass es im Mitteldrittel genau so weiter ging. Zwar gelang es den Elchen zunächst, etwas mehr Ruhe und Stabilität in die Defensive zu kriegen, aber offensiv waren die Darbietungen eher harmlos. Und dann gab es wieder mal Überzahl für die Elche, und, wieder einen Shorthander für Hamm, denn die Gäste konterten nach einem schlampigen Pass eiskalt, Matthias Potthoff traf zum 0:4. Dass man auch in Unterzahl Tore zu nehmen bereit war, bewies der EHC nur wenig später, als Nils Sondermann bei Hammer Überzahl von der blauen Linie in die Torwartecke traf - das Desaster nahm weiter seinen Lauf, Weißleder traf 27 Sekunden vor der Sirene zum 0:6.
Im Schlussdrittel zunächst Unerwartetes: der EHC überstand eine eigene Überzahl ohne Gegentor, kam sogar zweimal zu Chancen, aber Nikolas Turnwald scheiterte an Voigt. Immerhin - der EHC steckte gegen allerdings jetzt lässige Hammer nicht auf, ein Schlagschuss von Nicolas Proyer brachte den Ehrentreffer. Immer deutlicher aber wurde, wie falsch die Verantwortlichen des EHC die eigene Situation offenbar eingeschätzt haben. Kurz vor Schluss gab es das vierte Gegentor in Überzahl zum 1:7. So wie die Dinge liegen, muss man nach der Niederlage gegen einen Gegner, der nicht zu den Topteams zählt, Abstiegskampf bis zum Schluss befürchten.
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