EHC feiert überragende Saison
04.04.2011 | 14:50 Uhr 2011-04-04T14:50:00+0200
Kurz war noch mal Hoffnung aufgeflammt, doch am Freitag Abend war es vorbei, der EHC Klostersee erwies sich im Viertelfinale als zu clever für den EHC Dortmund. Eine dennoch tolle Saison ist somit plötzlich vorbei, Zeit für einen kleinen Rückblick.
Dass es nicht für den Aufstieg in die 2. Liga, im Eishockeyjargon auch Bundesliga genannt, gereicht hat, ist ganz sicher kein Beinbruch. „Schon der Meistertitel in dieser schweren Oberliga West war ein toller Erfolg“, findet Trainer und Sportmanager Frank Gentges völlig zurecht. Eine Einschätzung, der sich auch Verein und Fans gerne anschließen. „Man vergisst leicht“, so Gentges weiter, „mit welchem Etat wir im August gestartet sind.“
Da sich auch die öffentliche Aufmerksamkeit verbessert hat - bei den letzten sieben Spielen waren im Schnitt rund 1.200 Zuschauer im Stadion - kann der EHC darauf hoffen, auch von Sponsorenseite noch mehr Unterstützung zu bekommen. „Wir sind in Gesprächen mit weiteren Partnern, die signalisiert haben, uns mittelfristig finanziell zur Seite zu stehen“, ist Dr. Günther Kuboth, Chef der Spielbetriebs-GmbH, sehr optimistisch. Natürlich hängt insbesondere die weitere Personalplanung von diesen Gesprächen ab, aber, so Kuboth, „wir werden auch weiterhin kein unverantwortliches Risiko eingehen.“
Mit diesem Credo ist der Club seit seiner Neugründung bestens gefahren. Dass das mittelfristige Ziel weiterhin die Bundesliga ist, ändert nichts daran. Doch zunächst gilt es, für die kommende Saison einen konkurrenzfähigen Kader auf die Beine zu stellen. „In der Offensive wird es einen Radikalschnitt geben“, kündigt Frank Gentges an. Vor allem die chronische Abschlussschwäche wurde den Westfalen-Elchen in den Duellen mit Klostersee zum Verhängnis. Für die Defensive wurden bereits Pflöcke eingeschlagen, denn, wie bereits berichtet, haben mit Kapitän Stephan Kreuzmann, Sebastian Eickmann, Florian Kirschbauer und Manuel Neumann vier Stützen der besten Abwehr der Liga für die kommende Spielzeit zugesagt.
Was aber Frank Gentges für die Offensive zur Verfügung steht, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Die Konkurrenz wird gewiss nicht weniger werden, Kassel und Frankfurt kommen wohl dazu, Essen und Duisburg werden auch weiterhin viel Geld ausgeben - da bleibt dem EHC wohl wieder in erster Linie harte Arbeit.
Ein großes Plus aber hat der EHC in jedem Falle: „Zusammenhalt und Stimmung in der Mannschaft waren überragend“, schwärmt Günther Kuboth, der an dieser Stelle seinem Trainer besonders dankt. Zwar weiß keiner ganz sicher, wie die Ligastruktur der kommenden Saison aussehen wird. Doch der EHC Dortmund will vorbereitet sein und den Standort Dortmund weiter stärken. „Wir werden weiter powern, egal was passiert“, verspricht er. Den Fans soll es nur recht sein.
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