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Dursts Traum von den Paralympischen Spielen droht nach Unfall zu platzen

14.08.2012 | 17:31 Uhr
Dursts Traum von den Paralympischen Spielen droht nach Unfall zu platzen
Schwerer Unfall bei einer Trainingsfahrt am Phoenixsee: Hans-Peter Durst.

Dortmund.  Die Medaillen-Hoffnungen des Dortmunder Radsportlers Hans-Peter Durst haben einen herben Dämpfer bekommen. Bei einer Trainigsfahrt wurde der für die Paralympischen Spiele 2012 in London Nominierte von einem betrunkenen Radler umgefahren und verletzt und muss um seine Teilnahme an den Spielen bangen.

Hans-Peter Dursts Hoffnungen auf eine Medaille bei den Paralympischen Spielen in London haben einen schweren Dämpfer erhalten. Der Weltmeister im Paracycling kollidierte am Montagabend gegen 21.20 Uhr bei einer Trainingsfahrt am Phoenixsee mit einem stark alkoholisierten Radfahrer. Durst stürzte zu Boden und zog sich einen Bruch der Speiche am rechten Arm und eine schwere Daumenverletzung zu. Der Tatverdächtige floh zunächst vom Unfallort, konnte aber später von der Polizei gestellt werden. Eine Alkoholprobe ergab bei ihm ein Wert von etwa drei Promille. Gegen den 51-jährigen Radfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Paralympics
Durst hat das große Ziel fest im Visier

Langsam wird es ernst für Hans-Peter Durst. Der 54-jährige Radsportler der RBG Dortmund, der vor zwei Wochen nach den deutschen Meisterschaften für die Paralympics in London nominiert wurde, fuhr am Wochenende zur Einkleidung nach Mainz und anschließend zu einem zweiwöchigen Abschluss-Trainingslager...

Durst war vor dem Unfall mit Ehefrau Ulrike von einem Olympia-Vorbereitungslehrgang in Freiburg zurückgekehrt. Um nach der langen Autofahrt seine Muskulatur aufzulockern, setzte er sich auf sein Dreirad und radelte noch einige Kilometer um den Phoenixsee, der im Zuge seiner Vorbereitung auf die Paralympics ein wichtiges Trainingsgebiet gewesen war.

Von Erfolg zu Erfolg gearbeitet

Nach seinem schweren Sturz ist Hans-Peter Durst umgehend in das Klinikum Nord eingeliefert worden, wo er gestern am linken Daumen und am rechten Arm operiert wurde. In den rechten Arm setzten die Ärzte eine Platte ein.

Der 54-jährige Sportler der RBG Dortmund, der in den letzten beiden Jahren von Erfolg zu Erfolg gefahren ist, ist völlig niedergeschlagen, da er sich seit über einem Jahr intensiv auf die Paralympics in London vorbereitet. Im Einzelzeitfahren über 7,6 km zählte er auf der früheren Formel-1-Strecke in Brands Hatsch neben dem Briten David Stone zu den Goldkandidaten. Auch im Straßenrennen über 15,2 km hatte er gute Medaillenaussichten.

Ärzte werden alles tun

Ob seine Paralympics-Teilnahme in Gefahr ist und eine Absage droht, lässt sich im Augenblick noch nicht sagen. „Vieles wird nun vom weiteren Heilungsverlauf abhängig sein. Die Ärzte werden alles dafür tun, dass er dabei sein kann“, berichtet Ehefrau Ulrike Durst, die in den letzten Jahren selber viel Zeit und Energie in die Medaillenträume ihres Mannes investiert hat. Allerdings schränkt sie ein: „Falls Hans-Peter mitfahren kann, wird er in London auf keinen Fall die Leistungen abrufen können, die er sonst erbracht hätte. Er war zuletzt in Freiburg in einer Superform.“

Peter Middel



Kommentare
17.08.2012
13:28
Dursts Traum von den Paralympischen Spielen droht nach Unfall zu platzen
von xxyz | #1

Gute Besserung!
Hoffentlich klappt es noch mit einer erfolgreichen Olympia-Teilnahme.

Es ist wichtig, dass die Medien auch die Spitzensportler der Stadt jenseits des Fußballs erwähnen. Es gibt nämlich einige Spitzenleistungen, die zeigen, dass auch im Alter oder mit Behinderungen erstaunliche Leistungen möglich bei sind.

Das könnte auch viele, die mit 40 schon an die Rente denken, motivieren.

Der Fall zeigt auch wieder, welche Konsequenzen Alkohol haben kann.

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