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Indoor-Trail

Durch Schlamm und Schnee in der Westfalenhalle

31.01.2012 | 19:07 Uhr
Durch Schlamm und Schnee in der Westfalenhalle
Bagger und Radlager belagern seit Dienstag die Westfalenhalle, um aus Sand und Erde einen 1,2 km langen Rundkurs zu bauen.

Dortmund.  Es geht zur Sache beim Ecco Indoor-Trail in der Westfalenhalle. Seit Dienstag wird in der Halle gearbeit. Lastwagen bringen tonnenweise Erde, Sand und Kies. Am Freitag wird ein Streckenabschnitt aus Schnee geformt. Die Fans scheinen die Bemühungen der Veranstalter zu honorieren. Der Resonanz ist riesig.

Irgendwie erinnerte die Szenerie an den ADAC-Supercross, als Anfang Januar der Innenraum der Westfalenhalle mit reichlich Lehm gefüllt wurde. Seit gestern bewegen sich die Trailläufer auf ähnlichem Terrain. 100 LKW-Ladungen voller Erde, Kies und Sand wurden die Westfalenhalle transportiert, um für den richten Untergrund für die Weltpremiere des „Ecco Indoor-Trails“ zu sorgen. Am Freitag um 14 Uhr gibt Oberbürgermeister Ullrich Sierau den Startschuss, will sogar selbst die Laufschuhe anziehen. Ende der Veranstaltung ist am Sonntagnachmittag.

Dann wird auch feststehen, ob Lokalmatador Knut Höhler zum „Geländekönig von Dortmund“ gekrönt wird. Nach seinem Erfolg beim Tough-Guy in England wäre ein Triumph in Dortmund natürlich der vorläufige Karrierehöhepunkt des LGO-Dauerläufers.

Laufen
Trailrun in der Halle - gute Idee oder überflüssig?
Trailrun in der Halle - gute Idee oder überflüssig?

Matsch, Schnee, Baumstämme - ein Trailrun-Parcours hat einige Hindernisse zu bieten. In der Regel gewürzt mit Regen, Kälte und Wind. Doch vom 3. bis 5. Februar wird alles anders sein. Denn dann bittet die Westfalenhalle zum Indoor Trailrun unter ihr schützendes Dach.

Pro und Contra Hallen-Lauf

Was halten Sie davon? Ist ein Traillauf noch ein Traillauf , wenn er in einer Halle ausgetragen wird? Oder ist die Veranstaltung einfach ein interessantes Experiment , das einen Test wert ist?

DerWesten ist auch zweigespalten und blickt mit einem Pro und Contra auf die Veranstaltung.

Pro
Contra

 

 

Doch bis dahin muss gearbeitet werden. Der Zeitplan dafür ist knapp: bis Donnerstagabend um 19 Uhr will das siebenköpfige Streckenteam in nur drei Tagen den 1,2 Kilometer langen Trail gebaut haben. Aus 500 m³ Erde, 16m³ Kies, 15 m³ Sand sowie Steine, Bäume und Schnee entstehen 17 spektakuläre Hindernisse.

Andere Dimension

„Das ist schon eine völlig andere Dimension. Die Halle ist riesig, aber unsere Jungs haben alles im Griff. Sie haben ja schon einige Strecken für die Mountainbiker gebaut“, sagte Veranstaltungschef Heinrich Albrecht mit einigem Respekt.

Bauen ist indes nicht das richtige Wort für die Arbeiten in der Westfalenhalle. „Der Parcours wird geformt“, erklärte Albrecht die Arbeiten, die von Hand, aber auch per Radlader erledigt wurden. Heute geht es weiter mit dem Aufbau der Schlammgrube und des Waldslaloms, in der Halle 2 werde Felsen und Baumstämme verlegt. Und wer die Umgänge und Katakomben in ihrer bisherigen Form kannte, wird sich ab Donnerstag wundern, wenn Sandsäcke ein normales Fortkommen verhindern. Kurz vor dem Startschuss von OB Sierau erfolgt dann der Feinschliff. Um 6.30 Uhr wird per LKW Schnee für ein Teilstück angeliefert.

Wie groß das Interesse an dieser neuen Form des Laufsports ist, beweisen die Anmeldezahlen. Für den 5 km-Lauf am Samstag stehen noch gerade einmal 40 Plätze zur Verfügung. Für den 10 km-Lauf am Sonntag sind noch 150 Nachmeldungen möglich. Maximal starten pro Tag 1300 Läufer oder Läuferinnen.

60 Jahre Westfalenhalle

 

Peter Kehl

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