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Westfalenliga-Derby

Duell der Aufsteiger in Eving

03.09.2010 | 16:09 Uhr
Duell der Aufsteiger in Eving
Evings Kapitän Francis Bugri (hier im Duell mit Wickedes Christian Kinder).

Drei Spieltage sind absolviert in der aus Dortmunder Sicht wohl spannendsten und interessantesten Saison im Amateurfußball seit langem. Gleich vier Clubs tummeln sich in der Westfalenliga, alle haben nach drei Spieltagen je einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage zu verzeichnen. Morgen tritt Aufsteiger Wickede in seinem bereits zweiten Lokalduell bei Mitaufsteiger TuS Eving an – Grund genug, mit den beiden Kapitänen Francis Bugri (Eving) und Sebastian Didion (Wickede) ein Gespräch zu führen.

Wie haben sich die ersten drei Spiele nach dem Aufstieg „angefühlt“?

Bugri: „Wir mussten uns erst in der Liga finden. Das war gar nicht so einfach. Einige von uns haben zwar für sich mit anderen Mannschaften schon höher gespielt, aber als Mannschaft ist das Neuland. Nach dem schwierigen Start in Brambauer haben wir uns dann aber schnell gefangen, ich glaube, jetzt sind wir richtig drin“

Didion: „Es war ja alles dabei, ein ordentlicher Auftakt, bei dem wir einen Sieg verschenkt haben, ein toller Sieg in Hombruch und ein Rückschlag gegen einen starken TuS Ennepetal. Vor allem die Niederlage war für alle, auch das Umfeld, nicht leicht zu verpacken, wir haben halt lange nicht verloren.“

Was sind die ersten Eindrücke, was ist vor allem anders?

Bugri: „Man darf sich in der Westfalenliga einfach nicht so viele Fehler erlauben wie zum Beispiel in der Landesliga. Bei fast allen Mannschaften ist gute spielerische Klasse zu finden. Die verhalten sich auch taktisch diszipliniert und halten körperlich gut dagegen.“

Didion. „Fehler werden hier sehr schnell und konsequent bestraft, deshalb muss man immer einhundert Prozent geben, darf sich keinen Durchhänger erlauben. Wir haben aber gemerkt, dass wir mithalten können, und das gibt Mut.“

Ist jetzt, mit ersten Erfahrungswerten, etwas anders an den Saisonerwartungen?

Bugri: „Wir schauen als Aufsteiger nach wie vor von Spiel zu Spiel, es geht ganz einfach zunächst darum, die nötigen 40 Punkte zu haben, dann sehen wir weiter. Daran hat sich auch nach dem starken Spiel gegen Sprockhövel nichts geändert. Jetzt heißt es erst mal, diese Leistung immer wieder zu bestätigen, jede Woche neu.“

Didion: „Auch wir wollen nach wie vor zunächst die Liga halten, alles andere wäre ein wenig vermessen. Lasst uns lieber erst mal kleine Brötchen backen, die schmecken auch. Bisher läuft für Aufsteiger Westfalia alles nach Plan.“

Ein Wort zum Gegner: Wie schätzen Sie ihn bisher ein?

Bugri: „Westfalia ist ein sehr starkes Team, das jahrelang zusammenspielt und sich jetzt gezielt gut verstärkt hat. Die stehen sehr kompakt und sind im Angriff schwer auszurechnen. Wir haben ja schon in der vergangenen Saison so unsere Erfahrungen mit den Jungs machen dürfen.

Didion: „Eving hat ganz sicher einen Vorteil durch seine starken Einzelspieler. Wenn man sieht, wer dort alles spielt – Sascha Rammel, Francis Bugri, Christian Werner und so weiter. Wir setzen dem unser gewachsenes Team entgegen, so spielen also morgen sehr gute Einzelspieler gegen ein sehr gutes Team.“

Wer hat am Sonntag die Nase vorn?

Bugri: „Ich hoffe natürlich, dass wir die drei Punkte in Eving behalten, ich werde auf jeden Fall alles dafür geben. In einem Derby ist es wichtig, dass man von der ersten Minute an hellwach ist und taktisch diszipliniert spielt, ohne sich von der Hektik draußen anstecken zu lassen.“

Didion: „Wir werden mal wieder 1:0 gewinnen, weil wir die bessere Mannschaft haben und wissen, wie es gegen Eving geht. Aber, ganz klar, es wird schwer, denn auch der TuS will endlich mal was gegen uns holen.“

Andreas Kuhlmann

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