Dreifachsiege für Jockey Starke und Wittekindshof-Galopper
21.06.2009 | 19:49 Uhr 2009-06-21T19:49:00+0200
Es gab für den Dortmunder Rennverein viel Lob von allen Seiten für die hervorragende Organisation beim gestrigen Renntag mit dem 22. Großen Preis der Dortmunder Wirtschaft als unumstrittenen Höhepunkt des Tages.
Nicht nur wegen dieser Komplimente hatte der Rennbahnvorsitzende Hans-Hugo Miebach allen Grund zur Freude. Die Galopper aus seinem Gestüt Wittenkindshof zeigten sich zum Sommeranfang von der besten Seite. Gleich im Auftaktrennen ein Wittekindshofer Einlauf durch die beiden vierjährigen Stuten No Mum und Salonnähe. Trainer der siegreichen Stute ist der Dortmunder Uwe Stoltefuß. „Die Stute ist eine Steherin und wird vielleicht in Hamburg über 2800 Meter laufen”, war der Sieg für ihn keine Überraschung. Im Sattel saß Topjockey Andrasch Starke, der bei den acht Rennen drei Mal erfolgreich war.
In der dritten Prüfung musste der heimische Trainer Dragan Ilic einige Minuten schwitzen, bis seine sechsjährige Stute Kamikola zur Siegerin erklärt wurde. Im Ziel hatte Forvic einen kurzen Kopf vorne, doch die Rennleitung legte Protest ein und setzte den Sieger auf Platz zwei. Auf den Ilic-Schützling saß Andrasch Starke, der nach dem Rennen erklärte: „Forvic hat mich gekreuzt, was eine halbe Länge gekostet hat. Ohne diese Behinderung hätte ich gewonnen.” Der Trainer sah es ähnlich und gab stolz Preis: „In den letzten drei Wochen habe ich mit drei Startern drei Siege eingaloppiert.”
Zum Hauptereignis, dem Gruppe III-Rennen über 2000 Meter, kamen neun Starter an den Ablauf. Die Pace machten die beiden 800:10-Außenseiter Ponticello und Download, die mit Beginn der Zielgeraden ausgespielt hatten. Die Spitze übernahm in guter Manier der Totofavorit Prince Flori. Gegen den vom vorletzten Platz stark anpackenden Zaungast aus dem Kölner Trainingsquartier von Waldemar Hickst hatte er bei dessen Schlussattacke aber keine Chance und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Den dritten Rang belegte Il Divo aus dem Stall von Andreas Wöhler.
Anerkennende Worte gab's von Siegreiter Terry Hellier: „Nach einem schnell gelaufenen Rennen packte der Hengst riesig an und gewann noch leicht.” Eine ganz starke Vorstellung bot auch die edel gezogene Wittekindshoferin Nina Celebre im Stutenrennen für Dreijährige. Immer im Mittelfeld gehend, zog sie in der Zielgeraden an und gewann als 15:10-Favoritin sicher. Trainer Peter Schiergen sieht noch mehr Potenzial bei der Stute: „Als nächstes gehen wir in ein Listen- oder Grupperennen”. Im Sattel saß Andrasch Starke, der damit genauso wie das Gestüt Wittenkindshof drei volle Erfolge feiern konnte. Miebach konnte sich zudem noch über einen Sieg im Listenrennen in Bremen freuen, wo seine dreijährige Stute Serienhöhe gewann.
Lob gab es auch vom Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer: „Hier ist es immer wieder eine Hauptmöglichkeit, Unternehmer aus der Dortmunder Wirtschaft zu treffen. Neben der Organisation war das Wetter für einen Renntag optimal.”
Info:
Der Umsatz betrug bei acht Rennen 175 023 Euro. Gegenüber dem Vorjahr immerhin eine Steigerung von knapp 5 000 Euro pro Rennen. 2008 setzte man bei sieben Rennen 123 000 Euro um.
Die Viererwette im fünften Rennen mit 13 Startern zahlte 22 223 Euro. Leider gab es im ersten Rennen einen Nichtstarter, so dass nur vier Pferde stehen blieben.
Der letzte Saisonhöhepunkt auf Gras ist das St. Leger am 4. Oktober. HB