Doppelter Erfolg für den HC Süd
21.03.2010 | 19:57 Uhr 2010-03-21T19:57:00+0100
Als das Spiel bereits gewonnen war, begann der Vergleich zwischen beiden Mannschaften ein zweites Mal. Und der war deutlich spannender als die Frage, ob der HC Süd den sechsten Saisonsieg einfahren sollte. Das war bereits zur Halbzeit entschieden.
Es ging nun um die Höhe und den direkten Vergleich zwischen den Südlichen und dem HSC Eintracht Recklinghausen. Nach 60 Minuten war klar, dass die Hausherren mit dem 29:22 (13:6) auch diesen zu ihren Gunsten entschieden hatten. Wer weiß, wie wichtig das nochmal werden kann...
Die größte Leistung des HC Süd war, dass er die Partie gar nicht das werden ließ, was sie theoretisch gut hätte sein können: ein Zitterspiel. Nach sechs Niederlagen in Folge stand die Mannschaft von Trainer Martin Denso enorm unter Druck, „wie sie damit umgeht, ist die große Frage”, hatte Denso noch vor dem Anpfiff gerätselt. Er konnte sich noch vor dem Seitenwechsel einigermaßen beruhigt zurücklehnen. Sein Team stand in der Deckung sicher, hatte in Daniel Waschescio einen überragenden Schlussmann und brauchte im Angriff einfach nur das zu spielen, was es kann. Der Gast aus Recklinghausen tat sein Übriges. Er kam mit einer Wurfausbeute daher, mit der es jeder Bezirksligist schwer haben würde. Bis zur 24. Minute hatten die Recklinghäuser genau dreimal getroffen – zweimal aus dem Feld, einmal per Strafwurf.
Beim 16:6 (35.) schien es ein Schützenfest werden zu können, doch die Recklinghäuser öffneten ihre Deckung und brachten damit den HC Süd kurzzeitig aus dem Tritt. Der Vorsprung schmolz zwar, dass er aber immer noch beruhigend groß war, war auch ein Verdienst von Dirk Lohse. Der Routinier war in der Schlussphase die ordnende Hand.
HC Süd: Waschescio, Trippe; Hausl (5/1), Fuck (1), Pixberg (9/4), Hobrock (1), Decker (4), Hennemann (8), Becker, Lohse (1), Cipa, Paukstadt.
Sobald der OSC außerhalb der Halle Hacheney spielen muss, sinken die Erfolgsaussichten enorm. Auch beim PSV Recklinghausen gab's für ihn wenig zu holen, er kassierte eine 24:36 (11:19)-Packung. OSC-Trainer Carsten Lueg machte auch die beiden Unparteischen Schoumakers/Weimann für die hohe Niederlage verantwortlich. „Sie haben lange konsequent gegen uns gepfiffen”, ärgerte er sich, „und uns so vollkommen aus dem Tritt gebracht.” Zumindest die Statistik spricht für Luegs Sichtweise: Der OSC kassierte 18 Zeitstrafen, Recklinghausen sechs.
Allerdings nahm Lueg sein Team auch nicht aus der Pflicht. „Auch unter solch schwierigen Umständen dürfen wir nicht so komplett den Faden verlieren.”
OSC: Stumpf, Brüske; Krug (2), Edeling (1), Lepine (5/3), Schröter, Teupe (1), Tomlik (1), Schürmann (3/1), Köhne, Bekston (3), Austermann (2), Strauß (6), Wittland.
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