Diskussionen über Turnierdauer und Regeln

Bei der 41. Auflage der Lüner Hallenfußball-Stadtmeisterschaft hat Landesligist Lüner SV am Samstag vor 880 Zuschauern in der Rundsporthalle den 19. Sieg gefeiert. Es waren besondere Titelkämpfe: Erstmals wurde nach den angepassten Futsal-Regeln gespielt, zudem fand das Turnier an nur noch zwei statt drei Tagen statt.

Lünen.. "Das war die richtige Entscheidung", sagt Stephan Polplatz, 2. Vorsitzender der Wethmarer Westfalia, die das Turnier gemeinsam mit BW Alstedde ausrichtete. Für die Zukunft könne er sich vorstellen, die beiden Turniertage an einem Wochenende auszutragen: "Es ist ein großer Aufwand, die Helfer zu organisieren, die Sachen zweimal zu transportieren, Stände jedes Mal auf- und abzubauen."

Laut dem Fußball-Fachschaftsvorsitzenden Karl-Heinz Schulze ist es offen, wie die nächsten Meisterschaften ausgetragen werden. "Der erste Turniertag ist dadurch, dass beide Gruppen spielen, ein hartes Stück Arbeit. Acht Stunden, das ist kein Pappenstiel. Darüber müssen wir diskutieren."
Einigkeit herrschte in der Turnierleitung über die neuen Hallenregeln. "Darüber haben wir im Vorfeld viel diskutiert. Dabei gab es überhaupt keine Probleme", so Schulze. "Mir gefallen die Regeln besser", sagt Polplatz. "Es wurde weniger gegrätscht. Durch den größeren Abstand werden auch Ecken gefährlicher. Und auch die letzte Minute wird durch das Anhalten der Uhr spannender."

Zufrieden war das Mitglied im Lehrstab des Kreisschiedsrichterausschusses Unna/Hamm mit den Leistungen der Unparteiischen: "Man sollte berücksichtigen, dass es auch für sie Neuland war." Am Endspieltag waren Chris Nehlinger und Michael Haverkamp (beide Kreis Unna/Hamm) im Einsatz. Einzig bei den jetzt verbotenen Grätschen sei ihre Regelauslegung "nicht immer ganz einheitlich" gewesen.
Themen, mit denen sich der LSV am Samstag nicht mehr beschäftigen wollte. Das Team feierte die Rückkehr auf den Stadtthron. Sportdirektor Hasan Kayabasi freute sich auch über den Auftritt seiner beiden Neuverpflichtungen: "Fabian Pfennigstorf und Mehmet Civ haben gezeigt, dass sie uns weiterbringen werden." Auch charakterlich, so Kayabasi, würden sie gut ins Team passen.

Matchwinner war jedoch ein anderer. Ricardo Ribeiro, in der Hinrunde mit schwankenden Leistungen, erzielte drei Tore beim 4:2-Endspielsieg über Wethmar. "Wir werden ein Dach über unseren Rasenplatz bauen. Dann klappt es auch draußen bei ihm", scherzte LSV-Trainer Mario Plechaty.

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