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Eiskunstlaufen

Dieck und Müller stehen vor ihrer ersten EM

21.01.2016 | 07:56 Uhr
Tim Dieck und Katharina Müller bei der Eiskunstlauf-DM in Essen.
Tim Dieck und Katharina Müller bei der Eiskunstlauf-DM in Essen.Foto: dpa

Dortmund.  Die deutschen Vize-Meister Tim Dieck und Katharina Müller gehören zu den besten Eistänzern Europas. In der kommenden Woche steht das junge Paar vor seiner ersten in Bratislava. Ihr Ziel: unbedingt die Teilnahme am Finale.

Zwei Mal am Tag und sechs Tage pro Woche stehen Tim Dieck und Katharina Müller in der Halle an der Strobelallee auf dem Eis, um ihr Saison-Programm weiter zu perfektionieren. "Die letzten zwei Wochen waren noch mal richtig hart", sagen beide. Gerade erst war Choreograf Mark Hanretty in Dortmund, um dem Paar den letzten Feinschliff vor der Europameisterschaft in der Slowakei zu verpassen. "Es sind die Kleinigkeiten, die zählen, und das ist immer wieder eine Herausforderung", so die 20-jährige Jura-Studentin über die Arbeit mit dem Briten.

In der kommenden Woche geht es in Richtung Bratislava, am Donnerstag (29. 1.) treten sie gegen 27 Paare im Short-Dance an, darunter das ebenfalls deutsche Eistanzpaar Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis, mit denen sich Tim Dieck und Katharina Müller seit der gesamten Saison auf gleichem Niveau messen. Für die besten 20 Paare geht es dann mit der Kür ins Finale der kontinentalen Titelkämpfe.

Hartes Training Die jungen Eistänzer opfern viel, wenn nicht fast alles für ihren Sport. Für Aktivitäten neben dem harten Training bleibt den beiden kaum Zeit. Neben dem Eislauf kommen regelmäßiges Kraft-, Fitness- und Balletttraining hinzu, plus Schule und Studium.

"Wer hoch hinaus will, muss auch bereit sein, hart dafür zu arbeiten", so Tim Dieck. "Es wird schließlich niemand als Weltmeister geboren."

Den Grundstein für ihre Karriere haben beide bereits im Alter von fünf Jahren gelegt. Früh einzusteigen sei sehr wichtig, um den Körper richtig formen zu können, sagen beide. Doch nicht nur das Training und die Wettkämpfe sind durchgetaktet, auch die finanziellen Ausgaben sind sehr genau durchgeplant. Beide sind Mitglieder des Perspektiv-Teams der Eislauf-Union und bekommen ebenfalls Unterstützung der Deutschen Sporthilfe, aber die Kosten ließen sich damit nicht decken.

"Es ist schade, dass es in unserem Sport nicht mehr Unterstützung durch Sponsoren gibt. Aber wir bemühen uns, die Aufmerksamkeit durch unsere Leistung zu vergrößern." Über die Teilnahme bei ihrer ersten EM, wo sie zu den jüngsten Sportlern zählen, sagt das ambitionierte Paar: "Wir sind stolz, dass wir diese Chance haben und uns zeigen können."

Auch wenn sich die Eistänzer ganz auf den anstehenden Wettkampf konzentrieren, haben beide schon ein wenig den nächsten Schritt im Kopf: die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2016 in Boston.

Welches der beiden deutschen Teams sich qualifiziert, entscheidet sich in Bratislava. Das ganz große Ziel liegt bei Olympia 2018. "Wir stehen erst am Anfang und haben unsere Zukunft noch vor uns", sagen Tim und Katharina, die mindestens noch bis 2022 gemeinsam auf dem Eis stehen wollen.

Fenja Volkmann

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2016-01-21 07:56
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