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Die Zeit ist reif für heiße Heimspiel-Atmosphäre

05.10.2012 | 19:16 Uhr
Die Zeit ist reif für heiße Heimspiel-Atmosphäre
Schwere Aufgabe am Kreis: Neuzugang Jana KokoFoto: Bodo Goeke

Der Herbst ist da: windig, nasskalt, richtig ungemütlich. Genau das Wetter für Hallensport: ein Heimspiel vor gut gefüllter Tribüne, Spannung, aufgeheizte Stimmung – und wenn dann auch noch der Tabellenführer kommt...

In der Tat ist alles bereit für den perfekten Großkampftag der BVB-Handballerinnen gegen Tabellenführer SVG Celle (19 Uhr), selbst die Fußballer spielen mit. Kein Bundesliga-Spätspiel am Samstag, und die Borussen – Profis wie Drittliga-Team – spielen erst Sonntag.

„Schon beim ersten Heimspiel gegen Halle war die Tribüne gut besetzt“, erinnert sich Alice Vogler, „und super spannend war es auch.“ Knapp 30 Sekunden vor Schluss hatte Anouk van de Wiel das 26:25 erzielt – die einzige Führung der ganzen Partie war auch der Endstand.

Es war das bislang einzige Spiel, in dem es mit etwas Glück gelang, nach klarem Pausenrückstand noch beide Punkte zu holen. Wobei sich nicht nur die Trainerin genervt zeigt von drei ersten Halbzeiten zum Vergessen: „Die Mannschaft ist sauer auf sich selbst, will diese Anlaufschwäche unbedingt abstellen“, versichert Alice Vogler: „Gegen Celle wird es von Beginn an ganz anders laufen!“

Abgesehen von Zuzana Porvaznikova sind alle bereit; fit, sich diesem bisher vielleicht schwersten Saisonspiel zu stellen. Die SVG Celle hat zwar erst zwei Spiele absolviert, aber der Bundesliga-Absteiger gehörte in allen Saisonprognosen zu den Kandidaten für die vorderste Spitze.

Wenn Alice Vogler über die Qualitäten der Niedersachsen spricht, dann scheint es keinerlei Schwachpunkte zu geben. Individuell ragen aus dem starken Kader vielleicht drei Namen heraus: Als Dreh- und Angelpunkt im Rückraum die niederländische Nationalspielerin Renee Verschuren, die hoch aufgeschossenen Evelyn Schulz oder die schnelle Linksaußen Bogna Dybul, Freundin von Hannovers polnischem Torjäger Artur Sobiech.

In erster Linie sieht Alice Vogler aber Celles Erstliga-Erfahrung als Plus der Gäste. Es war zwar nur eine Saison, und die war mit 2:38 Punkten auch wenig beeindruckend, „aber die Spiele gegen diese starken Gegner sind enorm wertvoll.“

Ein Grund, ihre eigene Mannschaft in die Außenseiterrolle zu rücken, sieht die BVB-Trainerin in all diesen Fakten aber nicht: „Bislang ist die Liga absolut unberechenbar, an jedem Spieltag gibt es völlig überraschende Ergebnisse.“ Und mit dem eigenen Publikum im Rücken ist Celle sicher nicht unschlagbar.

Volker Surkamp

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