Die lange Stadtmeisterschaft
15.09.2011 | 19:46 Uhr 2011-09-15T19:46:23+0200
Vor zwei Wochen haben die Handballer ihren Stadtmeister ausgespielt. An einem Tag ging das über die Bühne, kurz und kompakt. Es geht auch ein bisschen länger.
Wenn sich am Freitagabend Westfalia Hombruch und der ATV Dorstfeld gegenüberstehen, dann eröffnen sie nicht nur die Verbandsligasaison, sondern zugleich eine Spielzeit, bei sich die vier ranghöchsten Männerteams der Stadt in einer Staffel direkt gegenüberstehen. Eine Stadtmeisterschaft über die gesamte Spielzeit. Die anstehende Saison in Stichworten.
D erbys: Zur Einstimmung gibt es an diesem Wochenende gleich zwei davon: Hombruch - Dorstfeld am Freitag, OSC - Höchsten am Samstag. Insgesamt kommt es zu zwölf Stadtvergleichen. Die Höchstener und Dorstfelder machen am zweiten Spieltag gleich weiter, dann stehen sich diese beiden Teams gegenüber. „Derbymeister“ der vergangenen Saison wurde übrigens Hombruch: Ein Sieg und ein Unentschieden gegen den OSC gab es.
N ummer eins: Drei der vier Verbandsligisten haben die Vorherrschaft in der Stadt als Ziel ausgegeben, jeder formuliert es ein bisschen anders. Nur der ATV Dorstfeld ist zurückhaltender, der Aufsteiger hat anderes im Sinn. „Wir wollen uns erstmal in der Liga etablieren“, sagt Co-Trainer Martin Volkert, „unser Ziel ist der Klassenverbleib.“
F reitagsspiele: Was in den vergangenen Spielzeiten gelegentlich der Fall war, soll in dieser Saison
Die Fußballer spielen schon seit Jahren darum, in dieser Saison ziehen auch die Handballer nach: Bei den vier Verbandsligisten wird in diesem Jahr erstmals um den Derby-Cup gespielt.
Bei der Aktion, initiiert von der Kronen-Brauerei und unserer Zeitung, werden – wie der Name schon sagt – nur die einzelnen Ergebnisse der Dortmunder Verbandsliga-Derbys gewertet.
Die Siegermannschaft erhält nicht nur den Pokal unserer Zeitung, sondern, gestiftet von der Kronen-Brauerei, als Belohnung 100 Liter Bier. Damit lässt sich der Gewinn des Derby-Cups sicher gebührend feiern.
zum festen Termin werden. Nicht nur – wie an diesem Wochenende – um der stadtinternen Konkurrenz aus dem Weg zu gehen. „Der Freitagabend ist ein idealer Termin“, sagt beispielsweise OSC-Trainer Thorsten Stoschek, „die Zuschauerresonanz ist größer, außerdem bleibt mir noch genug Zeit, die Konkurrenz zu beobachten.“
V orbereitung: Die Dortmunder Mannschaften sind sich Größtenteils aus dem weg gegangen. Nur wenn es gar nicht anders ging, bei der Stadtmeisterschaft odert dem Kronen-Cup, gab es direkte Duelle. Da war die Aussagekraft aufgrund der verkürzten Spielzeit und der personellen Bedingungen allerdings beschränkt. „Ist doch sowie alles nur Geplänkel“, bringt es Höchstens Trainer Carsten Hergert auf den Punkt, „es ist gut, dass es endlich losgeht.“
F
avoriten: Wenn es um die Mannschaften geht, die von der Konkurrenz am höchsten eingestuft werden, liegen Gevelsberg und Volmetal vorn, die Dortmunder werden da eher seltener genannt. Was aber kein schlechtes Vorzeichen sein muss . . .
Westf. Hombruch - ATV Dorstfeld (Fr., 20.15 Uhr, Renninghausen). Die Ausgangslage scheint klar. „Natürlich haben wir den nötigen Respekt vor dem Gegner“, sagt Hombruchs Trainer Kai Ruben, „ich sehe uns aber schon in einer leichten Favoritenrolle“. Die Hombrucher haben sich „in der Breite verstärkt“, die Neuzugänge haben sich gut eingelebt. Was dem Trainer die Aufstellung nicht gerade leicht macht. Verzichten muss er zum Start neben Torben Sasse (Kreuzbandriss) auf Torhüter Sascha Reimann, der sich noch mit einer Knieverletzung plagt. Seinen Platz wird Lars Deuter einnehmen. Die Dorstfelder müssen zum Start auf Moritz Fuß (Urlaub) und Markus Goracy (Studienaufenthalt in China) verzichten. Mit der Außenseiterrolle kann Co-Trainer Martin Volkert gut leben: „Wir haben wenigstens keinen Druck.“
OSC - Borussia Höchsten (Sa., 19.30 Uhr, Hacheney)
. Die Trainer sind sich einig: Große Leitungsunterschiede gibt es nicht, die Mannschaft, die zuerst zu ihrem Spiel findet und die Nervösität ablegt, hat gute Karten. Beide Mannschaften haben auch personell beste Voraussetzungen, OSC-Trainer Thorsten Stoschek muss allein auf Julias Webeling verzichten, Carsten Hergert , der aus beruflichen Gründen erst am Spieltag aus Berlin zurückkehrt, kann den kompletten Kader aufbieten. Interessant dürfte werden, wie der OSC auf Höchstens offensive Abwehrformation reagiert. „Wir werden vorbereitet sein“, verspricht Trainer Stoschek.
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