Derby-Sieg beschert dem OSC die Tabellenspitze

An Spannung und Dramatik war Dortmunds Männer-Handball-Gipfel in der Halle Hörde nicht zu überbieten. Die sportliche Qualität des Derby-Klassikers zwischen dem Verbandsliga-Zweiten OSC und dem Schlusslicht Borussia Höchsten hielt sich indes vor den 400 Zuschauern in Grenzen.

Dortmund.. Letztendlich setzten sich die der Papierform nach klar favorisierten Gastgeber denkbar knapp und glücklich mit 29:28 durch. Von einem Leistungsunterschied, wie ihn die aktuelle Tabelle ausweist, war über weite Strecken der 60 Minuten nichts zu spüren.

Sechs Punkte Rückstand

Am Ende schrammten die Borussen hauchdünn an einem nicht unverdienten Punktgewinn vorbei, bleiben mit sechs Zählern Rückstand zum rettenden Ufer am Tabellenende kleben. Der OSC kehrte dank des Zittersieges an die Liga-Spitze zurück, da Ferndorf 2 in Westerholt unterlag.

Dementsprechend nicht unberechtigt ausgelassen feierte die Sieben von Trainer Thorsten Stoschek nach dem Abpfiff vor ihrem rotweißen Fanblock. Die verständlicherweise maßlos enttäuschten Höchstener hingegen räumten mit hängenden Köpfen das Feld.

Moral und Einstellung

"Wir haben hier zumindest einen Punkt liegenlassen", konstatierte ihr Coach Tobias Genau und spielte dabei unter anderem auf die zwei technischen Fehler seiner Schützlinge, die den OSC-Sieg in der Schlussphase auf den Weg brachten, an. Gezeigte Moral und Einstellung lassen ihn auf dem immer schwierigeren Pfad zum Klassenerhalt aber weiter hoffen.

Als der OSC gegen den vor der Pause in der Abwehr überforderten Rivalen nach 20 Minuten 15:9 führte, zeichneten sich klare Verhältnisse ab. Doch die Grün-Weißen fanden nach dem Wechsel dank einer Steigerung charakterstark zurück.

Einfache Gegentore

"Wir haben es spannender als nötig gemacht, in der ersten Hälfte zu viele Chancen ausgelassen und zu viele einfache Tore kassiert. Da musste eigentlich alles klar sein", befand OSC-Trainer Stoschek, der für den knappen Ausgang dann auch schwindende Kräfte, vor allem bei seinen beiden Linkshändern (Lepine/Polinski), ausmachte.