Der ultimative Test vor London
26.06.2012 | 17:26 Uhr 2012-06-26T17:26:00+0200
Nur gut ein Jahr nach der Ringer-Europameisterschaft in der Westfalenhalle steht am Wochenende der nächste Höhepunkt dieser Sportart an. Die neunte Auflage des Großen Preises der Bundesrepublik. Eines der wichtigsten Turnier Deutschlands, wenn nicht gar das wichtigste, geht über drei Tage von Freitag bis Sonntag in der Helmut-Körnig-Halle über die Bühne.
Dortmund spielt in den Überlegungen der 25 vertretenen Ringer-Nationen in diesem Jahr eine absolut herausragende Rolle. „Der Große Preis ist für viele Athleten ein letzter Test, bevor es in London bei den Olympischen Spielen losgeht. Das erhöht natürlich die Spannung in den Kämpfen“, zieht Organisations-Chef Karl-Martin Dittmann einen absolut positiven Aspekt aus der zeitlichen Nähe zum Saisonhöhepunkt in London.
Andererseits kann der Generalsekretär des Deutschen Ringerbundes sich in diesen Tagen nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Die Vorbereitungen für London und Dortmund laufen in der Geschäftsstelle des Ringerbundes in Kirchlinde quasi parallel.
Ab heute werden die Matten in der Körnig-Halle aufgebaut. Die Delegationen aus Süd-Korea, Nigeria und Puerto Rico sind bereits am Dienstagabend eingetroffen. Insgesamt haben sich 180 Athleten angesagt, die am Freitagmittag zunächst alle auf die Waage müssen und sich die bange Frage stellen, ob sie die Gewichtsklasse halten oder nicht.
Aus deutscher Sicht sind die Erwartungen wohl oder übel etwas zurückhaltender. Freistil-Bundestrainer Alexander Leipold bringt zwar seine beiden Olympia-Teilnehmer Nick Matuhin und Tim Schleicher mit, doch die werden nur die Wettkämpfe beobachten. Deutschlands Freistilstaffel wird aus einer Mischung von Routiniers und U23-Kämpfern bestehen.
Yannis Zamanduridis, der in Dortmund Griech.-römisch-Bundestrainer Maik Bullmann vertritt, hat es da schon besser. Olympiakämpfer Frank Stebler (66 kg) ist ebenso dabei wie Lokalmatador Mirko Englich. Aus heimischer Sicht sind auch noch die beiden gebürtigen Dortmunder Ilyas Özdemir und Niko Brunner interessant.
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