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Der OSC nutzt beste Chancen nicht

14.12.2012 | 22:36 Uhr
Der OSC nutzt beste Chancen nicht

Eigentlich hatte OSC-Trainer Thorsten Stoschek kaum einen Grund zum Ärger haben müssen. Die Abwehr seiner Mannschaft stand gut, die Torhüterleistung war durchaus ansprechend und im Spielaufbau zeigten sich seine Schützlinge ebenfalls von ihrer guten Seite. Wenn da nicht diese eklatante Abschlussschwäche gewesen wäre. Die war allein dafür verantwortlich, dass der OSC im Verfolgerduell gegen Teutonia Riemke mit 27:28 (11:12) den Kürzeren zog.

Bezeichnend war diese Szene eine Minute vor dem Ende: Wieder hatte sich der OSC den Ball in der Abwehr erkämpft, Rechtsaußen Jürgen Lepine lief den Gegenstoß, er hatte sogar so viel Zeit, um den Schuss noch vorzubereiten. Sein Wurf ging glatt neben das Riemker Tor – beim Stande von 26:27. Es war beileibe nicht die einzige Chance, die der OSC so leichtfertig vergab. Es war in der spannenden Schlussphase aber die größte. „Wir haben nur eine Quote von 40 Prozent in unseren Abschlüssen gehabt“, fang Trainer Thorsten Stoschek nach dem Spiel eine schnelle Erklärung für die Niederlage seiner Mannschaft, „das reicht im Duelle zweiter guter Mannschaften nicht, um ein Spiel zu gewinnen.“

Schon in der ersten Hälfte tat sich der OSC enorm schwer. Weniger in der Defensive, in der die Hausherren immer mehr an Stabilität gewinnen und über weite Phasen die gute 3:2:1-Formation der Vorsaison präsentieren. Im Angriff hingegen lief wenig zusammen. Vielmehr im Abschluss. Erst im sechsten Versuch kam der OSC zu seinem ersten Treffer (1:3 durch Jürgen Lepine, 5. Minute), in der Folgezeit erarbeiteten sich die Dortmunder zwar immer wieder passable Schusspositionen, vergaben die daraus entstehenden Möglichkeiten jedoch leichtfertig. Besonders eklatant war dies zwischen der 15. und der 28. Minute: Acht Angriffe endeten ohne Torerfolg, die ungenutzten Chancen waren mit zwei Strafwürfen und einem Gegenstoß durchaus hochkarätig. Die Gäste aus Riemke – nur mit kleinem Kader nach Dortmund gereist – zogen in dieser Phase davon, von 9:8 (15.) auf 12:8 (25.), halten konnten sie diesen Vorsprung bis zur Pause (11:12) aber nicht.

Das Bild setzte sich in den zweiten 30 Minuten fort. Wieder erarbeiteten sich die Riemker einen Vorsprung (17:13, 40. Minute), doch wieder kämpfe sich der OSC heran. Genau 13 Minuten vor dem Ende gingen die Hausherren sogar erstmals in Führung (47.), doch die abgeklärten Riemker – mit einem starken Linksaußen Andreas Driesel und einem ebenso guten Spielertrainer Timo Marcinowski, der ihn in der Schlussphase ersetzte – ließen sich davon nicht beeindrucken. Während die Bochumer nach dem Sieg zumindest noch in Sichtkontakt zu Tabellenführer Volmetal sind, sind die Ambitionen des OSC vorerst gestoppt.

Volker Surkamp und Timm Becker



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