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Fußball-Westfalenliga

Der Druck in Aplerbeck wird größer

12.11.2012 | 18:10 Uhr
Der Druck in Aplerbeck wird größer
Brünninghausens Sven Barton (rechts) und Mengedes Fatih Bas im Derby am vergangenen Sonntag.Foto: Bodo Goeke

Während beim ASC 09 der Druck nach der Nullnummer in Erndtebrück wächst, fährt der auch gegen Mengede siegreiche Spitzenreiter FC Brünninghausen am Sonntag mit breiter Brust ins Waldstadion. Die derzeit erfolgreichste Mannschaft der Liga ist allerdings Westfalia Wickede: zehn Punkte aus den letzten vier Spielen haben die Jungs von Marko Schott zurück in die Spitzengruppe katapultiert.

FC Brünninghausen
„Die Jungs haben sich diese Position in den vergangenen Wochen erarbeitet und erspielt. Jetzt dürfen sie sich auf ein tolles nächstes Derby freuen“, richtet Frank Eigenwillig den Fokus auf das mit Spannung erwartete Duell. Das Selbstbewusstsein ist groß, „auch wenn das eine ganz schwere Aufgabe ist, wollen wir was Brauchbares aus Aplerbeck mitnehmen.“ Eine Steigerung gegenüber dem 2:0 über Mengede wird jedoch nötig sein, mit diesem Auftritt war der Trainer nicht durchgängig zufrieden: „Zu viel Lockerheit ist kontraproduktiv“, urteilte Eigenwillig, „nach dem zweiten Tor ist uns die klare Linie abhanden gekommen, haben wir statt des letzten Passes viele unkontrollierte Bälle gespielt und einen höheren Sieg verpasst.“ Am Sonntag wird Eyüp Cosgun, erneut Doppel-Torschütze in der K 1, in den Kader zurückkehren und zumindest auf der Bank sitzen.

Westfalia Wickede
Trotz der glänzenden Entwicklung sieht Marko Schott seine Mannschaft noch nicht als Spitzenteam. „Wir nehmen uns noch zu viele Auszeiten“, erkannte der Trainer auuch beim insgesamt dennoch ungefährdeten 4:2 gegen Dröschede. Bis zum 3:0 freilich war Schott restlos zufrieden, „da haben wir hervorragend gestanden, gut kombiniert und uns die Treffer Nummer zwei und drei toll herausgespielt“. Beide Tore waren eine Co-Produktion von Marco Dej und Dominik Lipki, der offensiver als sonst agierte und seinem langjährigen Weggefährten den Ball jeweils maßgenau serviert hatte - eine Option durchaus auch für die Zukunft. Die vielen personellen Möglichkeiten in allen Bereichen sind momentan ein dickes Plus. Am Sonntag konnte so auch der gesundheitlich angeschlagene Benedict Zwahr geschont werden.

ASC 09
Hiobsbotschaft für Marcel Großkreutz: die Knieverletzung, die sich der Ex-Borusse vor einigen Wochen zugezogen hatte, erwies sich jetzt als ein Riss des Kreuzbandes. Großkreutz soll Anfang Dezember operiert werden und wird damit für den Rest der Saison ausfallen. Es ist seine zweite schlimme Verletzung nach dem Achillessehnenriss in der vergangenen Spielzeit.

Derweil lassen sich die zwei Gesichter des Tabellenvierten an Zahlen ablesen: ihre letzten fünf Heimspiele haben die Jungs von Jörg Silberbach gewonnen, in der Fremde aber bei sieben Versuchen nur einen Sieg eingefahren. „Unerklärlich“, so der Trainer, „wir machen nichts anderes. Einstellung, Vorgaben und Taktik sind stets gleich.“ Doch nach gutem Beginn, in der es die Mannschaft abermals versäumte, ein Tor vorzulegen, zeigte die Kurve in Erndtebrück abermals nach unten. Der eine oder andere Leistungsträger, führt der Trainer aus, sei momentan nicht in Topform: „So fehlen uns die Impulse nach vorn.“ Ein Hoffnungsschimmer: Denis Omerbegovic habe bei seinem ersten Vollzeit-Einsatz durchaus überzeugt.

TuS Eving
Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze - so standen die Grün-Weißen in dieser Saison noch nie da. „Nachdem wir zunächst nicht präsent waren, haben wir Moral bewiesen und nach dem Rückstand einen Punkt geholt - gegen einen Gegner, der mit Sicherheit nicht absteigen wird“, war Dimitrios Kalpakidis mit dem 1:1 nicht unzufrieden. Der Spielertrainer wünscht sich allerdings mehr Cleverness im Abschluss. Enorm helfen könnte Karim Bouzerda, der evtl. noch in der Herbstserie sein Comeback feiern wird. Am Sonntag in Zweckel kehren bereits Burhan Akgül, Dino Suljakovic und Michal Ziolo in den Kader zurück.

Mengede 08/20
Von einer „sehr schlechten Stimmung und großer Unzufriedenheit im Kader“ berichtet Mario Plechaty nach der Niederlage in Brünninghausen, wo der Aufsteiger zwar gut begann, aber nach dem zweiten Tor keinerlei Gegenwehr mehr zeigte: „Wie wir uns auswärts präsentieren, ist beängstigend.“ Vor dem Heimspiel gegen Hassel stehen viele Gespräche an, um die Spieler auf Kurs zu bringen. Robin Schultze, Christof Tielker und Marco Aurich sind am Sonntag wieder dabei. In der Winterpause wollen sich die Mengeder gezielt verstärken. „Wir haben gesehen, dass wir etwas tun müssen“, sieht Mario Plechaty dringenden Handlungsbedarf. Drei bis vier neue Spieler sollen kommen, aussichtsreiche Gespräche laufen bereits.

Udo Stark



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