Der ASC brennt auf Revanche
14.04.2010 | 16:20 Uhr 2010-04-14T16:20:00+0200Der ASC 09 gegen den Hombrucher SV - das Gipfeltreffen des Dortmunder Amateurfußballs heute Abend (18.30 Uhr) im Waldstadion besitzt angesichts der aktuellen Tabellensituation nicht mehr die ganz große Brisanz.
Dennoch ist es unbestritten nach wie vor eine Partie von besonderem Reiz. Aufsteiger HSV schickt sich an, den Gastgebern die Spitzenposition in der heimischen Szene streitig zu machen - der ASC wiederum brennt nach der 0:4-Hinspielpleite auf Revanche. Wir sprachen vor dem Anpfiff mit beiden Trainern, Aplerbecks Andreas Przybilla und Hombruchs Samir Habibovic.
Mit welchen Erwartungen gehen Sie in dieses Derby?
Andreas Przybilla: „Dass wir Leidenschaft, Willen und Zweikampfstärke an den Tag legen und zeigen, dass wir seit zwei Jahren in dieser Liga spielen und Favorit sind. Und ich hoffe, dass die Jungs die 0:4-Niederlage aus dem Hinspiel nicht vergessen haben.”
Samir Habibovic: „Ich denke, es wird ein Superspiel, auch für die Zuschauer, weil beide offensiv ausgerichtet sind. Dabei hoffe ich, dass wir unseren Lauf fortsetzen können.”
Was würde es Ihnen persönlich bedeuten, die Saison als die Nummer 1 im Dortmunder Amateurfußball abzuschließen?
Przybilla: "Das wird ja noch in den beiden direkten Duellen entschieden. Wenn wir am Ende vor Hombruch stehen sollten, was ursprünglich jeder erwartet hatte, wäre das nach dem Start und zwischenzeitlich zehn Punkten Rückstand sicherlich eine Befriedigung.”
Habibovic: „Das wäre zwar eine schöne Sache und wir würden uns natürlich auch darüber freuen. Aber für mich zählt einzig und allein der Klassenverbleib. Alles andere ist Nebensache.”
Ein Wort über den Lokalrivalen?
Przybilla: „Für manche kommen die Erfolge überraschend, für mich aber eigentlich nicht, denn auch der HSV ist individuell gut bestückt und hat im Winter mit Doric und Lmcademali noch zwei Topleute hinzu bekommen. Am Beispiel Hombruch sieht man, was man durch kollektives Arbeiten schaffen kann.”
Habibovic: „Ich hatte Aplebeck in diesem Jahr von den Namen her ganz oben erwartet. Für mich gehört der ASC immer noch zu den stärksten Team der Liga, denn das Potenzial ist unverändert groß.”
Wo sehen Sie Ihre Mannschaft in diesem Vergleich im Vorteil?
Przybilla: „Vor allem in punkto Erfahrung. Wir spielen, wie gesagt, jetzt zwei Jahre in der Westfalenliga. Das sollte man auf dem Platz sehen.”
Habibovic: „Wir haben uns inzwischen sehr gut eingespielt und sind prima drauf. Nach vier Siegen in Folge werden die Jungs mit einem Riesen-Selbstvertrauen auflaufen.”
Zum Abschluss Ihr Tipp für das Derby - und wo landet Ihre Mannschaft in der Endabrechnung?
Przybilla: „Wir gewinnen 1:0. Teil zwei der Frage ist angesichts der zuletzt schwankenden Leistungen schwer zu beantworten. Ich denke, wenn wir zwischen Platz fünf und acht einkommen, wäre es nach der Anfangsphase okay, aber nicht zufriedenstellend.”
Habibovic: „Ich tippe auf ein 2:2 - ein Punkt ist, wie in jedem Auswärtsspiel, unser Ziel. Am Ende wird es, hoffe ich, für uns zu Rang acht reichen. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre eine kleine Sensation wenn man bedenkt, dass wir als Nachrücker aufgestiegen sind und wir angesichts des späten Zeitpunkts gar nicht mehr konkret für die Westfalenliga planen konnten.”
PERSONALIEN
ASC-Verteidiger David Steindor hat nicht, wie zunächst befürchtet, eine Unterschenkel-fraktur erlitten, sondern eine Schleimbeutel-Entzündung. Es besteht noch eine kleine Hoffnung auf seinen Einsatz.
Alex Bahr (Adduktoren) und Patrick Sievers (Fieber) konnten nicht trainieren. Ob beide spielen können, ist offen.
Mit nahezu komplettem Kader kommt Hombruch ins Waldstadion. Ob Eduardo Ribeiro oder Mohamed Lmcademali im linken Mittelfeld beginnt, entscheidet sich kurzfristig.
Fraglich ist noch Bastian Simböck (dicker Fuß). Dennis Szugfil (wieder im Training) wäre der zweite Kandidat für die linke Abwehrseite.
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