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„Den Tag nicht vor dem Abend loben”

02.03.2010 | 19:38 Uhr
„Den Tag nicht vor dem Abend loben”

Die einen sind mitten drin in der Phase der Befreiung, die anderen haben sie noch vor sich. Drei Siege aus den letzten vier Spielen haben den OSC sogar in die obere Tabellenhälfte der Verbandsliga ge-hievt, der HC Süd ist nach fünf Niederlagen in Folge auf einem Abstiegsplatz.

Für Carsten Lueg ist der Sprung in der Tabelle ebenso wenig ein Grund euphorisch zu werden, wie die Leistung der letzten Wochen. „Wir spielen jetzt in Westerholt, dann gegen Bommern. Wenn wir in diesen beiden Spielen drei Punkte holen, können wir uns entspannen.” Bis dahin weigert sich Lueg, den Tag vor dem Abend zu loben. Das gilt für die Statistik wie auch für die Leistung der Nachwuchsspieler: „Tim Schröter und Benny Strauß haben sich enorm gesteigert, aber die Konstanz müssen sie noch beweisen.” Routine wird es in den letzten acht OSC-Spielen möglicherweise nicht mehr geben: Oliver Bratzke wird sich in dieser Woche nach andauernden Knie-Problemen einer Kernspin-Untersuchung unterziehen, und Thomas Massat hat zwar mit leichtem Training begonnen, wird nach seiner langen Pause aber noch viel Zeit brauchen.

Frank Herwig will Westerholt retten

Größer sind die Sorgen aber sicher beim HC Süd. Trainer Martin Denso wartet zumindest äußerlich ruhig auf seine Chance. Nach dem freien Wochenende (die Partie gegen Gevelsberg wurde auf den 14. April verlegt) geht es zum Dritten TV Schwitten, dann kommen die Spiele, in denen sich alles entscheiden wird. Vor allem zu Hause müssen dann die Punkte her, gegen HSC Recklinghausen, gegen Schalksmühle 2 und gegen Westerholt. Auch wenn das gut zwei Monate vor Saisonschluss noch sehr früh ist, Denso hat zu rechnen begonnen, geht davon aus, dass Recklinghausen der Hauptkonkurrent im Abstiegskampf sein wird – und der SV Westerholt.

Seit November hat der Aufsteiger nicht mehr gewonnen – mit einer Ausnahme: am 2. Februar gegen den HC Süd. Inzwischen ist beim SVW die offene Krise da. Letzte Woche trennte man sich von Trainer Anischewski, Stefan Henning und Frank Herwig, der mit dem Aufstieg seine Karriere beendet hatte, übernahmen.

Uwe Bekston, der sich im Juni auf den Trainerstuhl in Westerholt setzen wird, hatte einen vorzeitigen Einstieg abgelehnt, obwohl seine Brechtener B-Jugend letzten Sonntag ihr letztes Spiel absolvierte – nicht nur in der laufenden Saison. Zwar wird es eine A-Jugend in Brechten geben, aber nur eine Handvoll aus dem Kader der Oberliga-B-Jugend wird dabei sein.

Für die größten Talente der Mannschaft steht lange fest, dass sie schon mit Eintritt in die A-Jugend den Club verlassen werden, der Perspektive wegen. Vier, Felix Bahrenberg, Niclas Bonkowski, Lukas Neisemeier und Christoph Brandt werden in den Talentschuppen des künftigen Erstligisten HSG Ahlen/Hamm wechseln, andere sind noch unschlüssig. Auch Trainersohn Andre´ Bekston, der immerhin auch Kontakt zum OSC hat.

Volker Surkamp

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