Das Wethmarer Finale um zwei Endspiele

Der Fluch ist besiegt. Erstmals hat Fußball-Bezirksligist Westfalia Wethmar beim 2:0-Erfolg am Sonntag ein Pflichtspiel gegen den SV Langschede für sich entschieden. Dank des Premierensieges über den bisherigen Angstgegner steht die Mannschaft von Alexander Lüggert kurz vor dem Einzug in die Relegation um den Landesliga-Aufstieg.

Wethmar.. Aktuell liegt der Werner SC einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Wethmar. Der Tabellendritte tritt am Sonntag (15 Uhr) im letzten Saisonspiel bei TuRa Bergkamen an, Westfalia Wethmar erwartet zeitgleich den SuS Kaiserau. Die aktuelle Form des SuS macht den Wernern keine große Hoffnung. Am Sonntag unterlag der Tabellen-13. sogar mit 1:2 gegen den Absteiger TuS Eving, der zuvor nur zweimal in 28 Spielen gewonnen hatte.

Kaiseraus Trainer Alexander Berger macht dem Werner SC aber trotzdem etwas Hoffnung. Er klärt auf, dass zuletzt acht Stammspieler in der zweiten Mannschaft aktiv waren. Sie haben dazu beigetragen, dass die Reserve die Klasse in der A-Liga gehalten hat. "Die Zweite ist durch, deshalb werden wir wieder einige Spieler zu uns holen", sagt Berger. Zusätzlich beruft er U19-Spieler des Klubs in den Kader. Die Nachwuchsakteure wurden zuletzt Zweiter in der A-Junioren-Landesliga.

Keine Kaiserauer Rumpfelf

"Wir verstärken unseren Kader nicht, um Werne zu helfen. Wir wollen einfach nicht mit einer Rumpfelf den Aufstiegskampf negativ beeinflussen. Das Team, das Sonntag aufläuft, wird Wethmar fordern", sagt Berger. Er gönne sowohl Wethmar als auch Werne den Relegationsplatz.

"Natürlich haben wir gehofft, dass Langschede einen Punkte gegen Wethmar holt", sagt Wernes Trainer Kurtulus Öztürk. "Wir hoffen auch, dass Kaiserau unseren Konkurrenten zum Stolpern bringt. Wir wissen aber auch, dass wir alles selbst zu verantworten haben."

Egal, ob für Wethmar oder den WSC - Gegner im ersten Relegationsspiel am Donnerstag, 18. Juni, würde voraussichtlich Westfalia Ryhnern II sein. Der Tabellenzweite der Bezirksliga 7 hat zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger TuS Germania Lohauserholz. Mit einem Sieg gegen Mittelfeld-Team Lippstadt II wäre Rhynern für die Relegation qualifiziert.

Um den Aufstieg über das Hintertürchen perfekt zu machen, sind zwei Siege notwendig. Das Entscheidungsspiel ist für Sonntag, 21. Juni, terminiert. Dann würde auf Wethmar - Stand jetzt - der Sieger des Duells zwischen Teutonia Waltrop und Viktoria Resse warten. Lüggert will davon noch nichts wissen. "Wir müssen gegen Kaiserau erst noch den letzten Schritt gehen." Erst dann wolle er sich mit möglichen Gegnern in der Relegation beschäftigen.