Das Derby zwischen LSV und VfL steht an

Im letzten Hinrunden-Spiel der Handball-Bezirksliga 5 empfängt der Lüner SV den VfL Brambauer zum lang ersehnten Lokalderby und gleichzeitigen Spitzenspiel. Der SuS Oberaden will Wiedergutmachung für die Niederlage beim Spitzenreiter und Brambauers Verbandsliga-Damen erwarten den Soester TV.

Lünen.. Verbandsliga 2
SuS Oberaden - PSV Recklinghausen
Samstag, 19.45, Römerberghalle, Legionärstraße, Bergkamen

Nach der bitteren 26:31-Niederlage beim aktuellen Spitzenreiter TuS Ferndorf II will Handball-Verbandsligist SuS Oberaden zurück in die Erfolgsspur."Wir müssen zusehen, dass wir nicht auf den Gegner schauen, sondern uns auf unsere Stärken besinnen. Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufdrücken. Das hat jetzt Priorität", macht der verletzte Spieler Mats-Yannick Roth, der in Ferndorf aufgrund des Ausfalls von Trainer Ralf Weinberger (krank) als Coach im Einsatz war, deutlich.

Der SuS Oberaden trifft auf den Tabellenzwölften, der die gesamte Saison über mit großen personellen Problemen zu kämpfen hat. Die PSV trat die komplette Hinrunde nur mit einem dünnen Kader an, fuhr aber trotzdem vier Siege ein, unter anderem gegen den SV Teutonia Riemke auswärts. PSV-Coach Kai Müller sieht sein Team als klaren Außenseiter: "Oberaden ist aufgrund der Tabellenkonstellation Favorit und wird uns das Leben sicher schwer machen. Der SuS steht zurecht oben in der Tabelle."

Stark besetzt

Oberaden und Recklinghausen kennen sich aus der letzten Saison. Damals sprangen zwei Siege für die "Cobras" heraus. Doch unterschätzen sollten die Grün-Weißen die PSV nicht. Denn auf den Schlüsselpositionen ist sie unter anderem mit Cedric Elsen und Thomas Brannekämper gut besetzt. Letzterer spielte in früheren Zeiten sogar in der 3. Liga. Auch auf der Torhüter-Position hat Recklinghausen in Niklas Bell und Stamatis Papaioannou gute Leute.

Beim SuS Oberaden fallen die Langzeitverletzten Roth und Pascal Wix aus. Zum Team sollten aber wieder Stefan Vogel und Sebastian Notthof stoßen. PSV-Coach Müller muss auf Max Hülsmann und Felix Albers verzichten. Angeschlagen sind Frederik Bell (Fuß) und Papaioannou (krank).

Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer - Soester TV
Samstag, 18.30 Uhr, Diesterweg, Brambauer

Im Hinspiel gewann der VfL Brambauer dank eines tollen Schlussspurts mit 24:21. "Damals hatten wir am Ende einfach mehr Kraft", kann sich VfL-Trainer Uli Richter erinnern. Doch er weiß auch, dass der Soester TV ein ernst zu nehmender Gegner ist: "Soest hat eine starke Linkshänderin im rechten Rückraum und eine wirklich gute Torfrau. Da müssen wir aufpassen." Beim Soester TV läuft auch die ehemalige LSV-Spielerin Lara Tietz auf. Richter fordert auf heimischem Parkett eine konzentriere Deckungs-Leistung: "Wir müssen früh genug auf den Rückraum raus und diesen gar nicht zum Wurf kommen lassen."

Gleichzeitig hofft er, dass im Angriff gut auf die Nahtstellen gestoßen wird und die daraus resultierenden Lücken auch genutzt werden. Im Training hinterließen die VfL-Frauen einen guten Eindruck. "Wir sind gut vorbereitet, keine Spielerin hat sich verletzt", freut sich Richter. Erfreulich ist auch, dass Rückraumspielerin Viviane Vogel nach langer Verletzungspause in absehbarer Zeit wieder einsetzbar ist. "Viviane trainiert fleißig mit. In vier Wochen sollte sie wieder spielen können", sagt Richter. Noch lange ausfallen wird hingegen Sanja Lasshof mit ihrem Kreuzbandriss.

Geburtstagsgeschenk

Amelie Neumann, die Samstag 22 Jahre alt wird, läuft ebenfalls auf. Mit einem Sieg könnte ihre Mannschaft ihr ein passendes Geburtstagsgeschenk machen."Wenn wir aus den nächsten vier Spielen drei Siege holen, was durchaus machbar ist, dann wäre es ein sehr gelungener Jahresauftakt", sagt der VfL-Trainer. Perfekt könnte ihn der VfL machen, wenn er das Kreispokal-Halbfinale beim SV Eintracht Dolberg auch gewinnen würde. Dieses Spiel findet am Mittwoch, 11. Februar, um 20.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Dolberg statt.

Bezirksliga 5
Lüner SV - VfL Brambauer
Samstag, 19 Uhr, Rundsporthalle, Kurt-Schumacher-Straße 41-49, Lünen

Beide Mannschaften kennen sich bestens, die Spieler untereinander sind teilweise befreundet. Die Ausgangslage könnte kaum besser sein: Der VfL Brambauer ist mit 14:8-Punkten Dritter, der Lüner SV punktgleich aber aufgrund des etwas schlechteren Torverhältnisses Vierter. Beide Teams stehen nur zwei Punkte hinter Tabellenführer SV Eintracht Dolberg.
VfL-Coach Ingo Nagel freut sich auf die anstehende Begegnung gegen den LSV: "Das ist aufgrund der Tabellenkonstellation eine reizvolle Aufgabe. Wir wollen alles daran setzen, das Spiel für uns zu entscheiden."

"Als Team auftreten"

Sein Gegenüber, LSV-Trainer Jürgen Weber, hofft auf viele Zuschauer: "Wenn die Sporthalle voll ist, macht Handball natürlich mehr Spaß. Wenn wir konzentriert spielen und als Team auftreten, bin ich sehr optimistisch."
Beide Mannschaften hatten in den letzten Wochen mit großem Verletzungspech zu kämpfen. Allmählich lichtet sich das Lazarett aber wieder.

Die etwas besseren Karten könnte der Lüner SV haben, der in Falk Seeger und Lothar Baggemann nur zwei angeschlagene Spieler hat. Beide werden aber wohl auflaufen können. Beim VfL hingegen hat sich die personelle Situation im Vergleich zum letzten Spiel nur leicht verbessert. Zum Team stößt wieder Christian Neve.

Definitiv ausfallen werden aber Mario Abels, Robin Stroscher, Benjamin Freiss und Andreas Schmiedel. Nagel wird auf die eigene Zweite zurückgreifen müssen. "Diese Situation ist alles andere als zufriedenstellend. Aber jammern bringt nichts. Wir müssen da jetzt durch", fordert Nagel. Er bastelte in den letzten Wochen immer wieder an einer neuen Formation, die aber stets konkurrenzfähig war. "In Derbys herrschen bekanntlich eigene Gesetze", weiß Nagel. Weber bringt es ebenfalls auf den Punkt: "Es wird die Mannschaft gewinnen, die den Sieg mehr will."

LSV-Damen spielen nicht
Die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV sind an diesem Wochenende nicht im Einsatz. Das Meisterschaftsspiel beim TuS Westfalia Kamen wurde auf Donnerstag, 22. Januar (19.30 Uhr) verlegt.