Dank Eggert glänzende Perspektiven
18.11.2007 | 16:02 Uhr 2007-11-18T16:02:00+0100
Zweiter Sieg für den BVB 2 in nur vier Tagen
Das „goldene” Tor von Christian Eggert zum 1:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg 2 eröffnet den Jungs von Theo Schneider vor dem Heimspiel-Doppelpack gegen Braunschweig und Babelsberg glänzende Perspektiven.
Schütze des einzigen Treffers bereits nach einer Viertelstunde war damit ein Mann, der vornehmlich für Abwehraufgaben zuständig ist. Aber „Kalle” Eggert setzte wie seine Nebenleute Sebastian Kehl und Patrick Njambe genau das um, was der Trainer seinem Defensivtrio mit auf den Weg gegeben hatte: sie schalteten sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit ins Aufbauspiel ein, tauchten bisweilen auch im gegnerischen Strafraum auf. Ein System, das schon am Dienstag gegen Spitzenreiter Kickers Emden funktionierte und das nun auch gegen das Liga-Schlusslicht fruchtete.
75 Minuten lang boten die Borussen ihren rund 250 mitgereisten Fans eine rundum überzeugende Vorstellung. Doch in der letzten Viertelstunde vor der Pause hätte die Partie kippen können. „Da waren wir nicht souverän genug”, bemängelte Schneider die in jener Phase unübersehbaren Konzentrationsschwächen. Durch leichtfertige Ballverluste bauten sie den Gegner, den sie zuvor gut im Griff hatten, auf. Zweimal musste der BVB gegen den personell ebenfalls stark aufgestellten VfL ernsthaft um die Führung zittern: zunächst köpfte Nick Proschwitz an die Latte (30.), dann entschied Schiedsrichter Gorniak nach Foul von Eggert auf Elfmeter. Doch erneut Proschwitz ließ sich eine Minute vor dem Seitenwechsel diese Riesengelegenheit entgehen und schoss den Strafstoß am Tor vorbei.
Eine Situation, die Schneiders Eingreifen geradezu provozierte: „Wir haben uns in der Kabine neu auf den zweiten Durchgang eingeschworen, uns vorgenommen, so sicher zu stehen wie in der Anfangsphase.” Die Mannschaft setzte dies wunschgemäß um, war wieder Chef im Ring, versäumte es allerdings bei einigen exzellenten Konterchancen, den Sack zuzumachen. Christopher Nöthe, Lars Ricken, Uwe Hünemeier, dazu die eingewechselten Sebastian Hille und Denis Omerbegovic - sie alle hätten das erlösende 2:0 nachlegen müssen, scheiterten zum Teil aber am starken VfL-Torhüter Platins. Das hätte sich am Ende beinahe gerecht - doch eine Minute vor Schluss reagierte Marcel Höttecke bei der einzigen Wolfsburger Möglichkeit im zweiten Abschluss glänzend und hielt den Sieg fest.
So gab's letztlich fast nur Lob für den couragierten und vor allem im Kollektiv überzeugenden Auftritt. Für einige Glanzpunkte sorgten in einer Mannschaft ohne Ausfälle die prominentesten Akteure: Sebastian Kehl war vom Anpfiff weg präsent und noch stärker als gegen Emden und Lars Ricken mit vielen guten Aktionen der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive.
BVB 2: Höttecke - Hillenbrand, Amedick, Hünemeier, Akgün - Eggert, Kehl (70. Großkreutz), Njambe (73. Hille) - Ricken - Senesie, Nöthe (86. Omerbegovic). - Tor: 0:1 Eggert (15.).
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