Damen des VfL Brambauer springen auf Rang drei

Viel Trainerlob heimsten die Damen des VfL Brambauer nach ihrem Sieg gegen Hamm ein. Obendrein gab es zum Lohn noch einen neuen Tabellenplatz: den dritten. Schon am Freitagabend konnten die Handballer des SuS Oberaden ihren Saisonsieg einfahren - und das ausgerechnet im Derby.

Lünen.. Verbandsliga 2


SuS Oberaden - HC TuRa Bergkamen33:30 (14:15)

Die Zuschauer in der Römerbergsporthalle bekamen das, was ein Derby mit sich bringt: Spannung bis zum Schluss und packende Szenen am Kreis. Insgesamt 21 ausgesprochene Strafen, zehn für SuS, elf für TuRa, sprechen für umkämpftes Spiel. Bergkamen erzielte den ersten Treffer. Über 2:2 ging es hin und her. Oberaden setzte sich nach dem 6:5 durch Stennei zunächst über 9:7 auf 12:8 ab. Danach gab es jedoch einen Bruch im Spiel der Kobras.

Insbesondere Bergkamens Terbeck trumpfte in dieser Phase auf und brachte sein Team Tor um Tor heran. Insgesamt zwölf Tore erzielte der TuRa-Akteur am Ende und brachte sein Team zwischenzeitlich mit 15:14 zur Pause in Führung. Oberaden ließ sich durch den Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. Rückraumspieler Sebastian Pohl hielt den SuS mit seinen Würfen immer wieder auf Kurs. Auch Kreisläufer Bastian Herold hatte großes Anteil daran, dass es am Ende einen knappen Erfolg mit drei Toren für Oberaden gab.

Pohl und Herold steuerten am Ende 15 der insgesamt 33 Tore zum Sieg bei. Beim 19:17 durch Herold war der SuS zum ersten Mal nach der Pause wieder mit zwei Punkten vorne und konnte den Vorsprung dank einer ausgezeichneten Deckungsarbeit bis zum Schluss halten. Der SuS durchbrach damit die Serie von TuRa von 17:1 Punkten und blickt jetzt zuversichtlich den restlichen Saisonspielen entgegen. "Dass es ausgerechnet im Derby gegen TuRa wieder klappt ist klasse", so der verletzte Spieler Mats Yannick Roth.

TEAM UND TORE
SuS:
Menge/Vogel - Schumacher 2, Herold 4/1, Fehring 5/1, P. Stennei 6, Pohl 9, Köhler 1, Schuchler 2, Neureiter 2, Notthoff

Bezirksliga 5

TV Neheim - VfL Brambauer33:29 (17:10)


"Bis zum 5:5 war alles im Lot", erklärt Trainer Ingo Nagel. "Doch dann haben wir den Faden verloren. 17 Gegentore kassiert und selbst nur 10 geworfen. Das spricht für sich. Neheim hat das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten."
Das, was sich der VfL vorgenommen hatte, war aus einer guten Deckungsarbeit heraus mit hohem Tempo zum Torerfolg zu kommen. "Doch wir haben nicht die richtige Körpersprache gezeigt", beklagt Nagel.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der es in erster Linie um Schadensbegrenzung ging, konnte die Devise nicht umgesetzt werden. Nagel: "Vorne lief es zwar besser, aber die Deckung war immer noch nicht sattelfest." Zwischenzeitlich lag der Gastgeber mit acht Treffern vorn. Erst danach verkürzte Brambauer noch um vier Treffer. Nagels Fazit: "Mit so einer Einstellung hatten wir keinen Sieg verdient."

TEAM UND TORE
VfL:
Welski/Karanski - Ruch 5/2, Benden 4/1, Sporbeck 7, L. Langmann, Bangemann, Wolke 1, Nowak, Eder 7, Varhotov 2, P. Langmann 2, Pape 1

Lüner SV - TuS Eintracht Overberge35:34 (16:16)

Die Lüner begannen stark und gingen schnell mit 6:1 in Führung. "Da waren wir sehr konzentriert", so Trainer Jürgen Weber, der dann jedoch eine schwächere Phase sah: "Die Jungs waren sich zu sicher, haben es mit Zauberwürfen probiert. Da schlich sich der Schlendrian ein."

So machten die Rot-Weißen selbst den Gegner unnötig stark. Overberge glich erstmals zum 12:12 aus. Bis zur Pause blieb die Partie dann ausgeglichen. In der Phase nach der Halbzeit war der Gast das bessere Team, konnte sich jedoch nicht absetzen. Bis zum Schluss blieb es eine ausgeglichene und enge Begegnung.

Beim Stand von 34:34 zeigte Stefan Gores, der nach längerer Spielpause sofort wieder im Angriff zu überzeugen wusste, den spielentscheidenden Einsatz. 20 Sekunden vor dem Ende schmiss er sich in einen Ball, der von der Latte des Overberger Gehäuses zurückgeprallt war. Er wurde gefoult und es gab noch einmal einen Siebenmeter für den LSV.
Dennis Kirchner traf zum 35:34. Weber: "Wir freuen uns über die zwei Punkte. Hätten wir zu Beginn jedoch zehn Minuten länger konzentriert gespielt, wäre der Sieg höher ausgefallen."

TEAM UND TORE
LSV:
Bülhoff/Hangebrock - Hadac 1, Lammeck 5, Gores 3, Lühring 4, Gärtner, Schünemann 4, Miele 3, Kirchner 10/2, K. Maurer 2, P. Maurer 2

Frauen-Verbandsliga 2


SG Handball Hamm - VfL Brambauer22:28 (15:13)

VfL-Trainer Uli Richter war nach dem Spiel voll des Lobes für seine Mannschaft: "Was die Spielerinnen in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war wirklich bärenstark. Ohne Ausnahme."Dabei arbeitet Richter schon seit Wochen mit einem Rumpfkader. Mit nur acht Feldspielerinnen fuhr er nach Hamm. Kurzfristig musste Louisa Bittscheidt, die vergangene Woche gegen Arnsberg ihr Debüt gegeben hatte, aufgrund von Knieproblemen passen.

Die Begegnung am Sonntag begann ausgeglichen. "Zunächst trafen zwei gleichwertige Mannschaften aufeinander", befand Richter. Die Hammerinnen waren körperlich überlegen, versuchten daraus Profit zu schlagen. Der VfL hielt aber dagegen, ließ sich in den direkten Duellen nicht einschüchtern. Beim Stand von 12:12 zogen die Gastgeber auf 15:12 davon, kurz vor der Pause verkürzte der VfL auf einen Zwei-Tore-Abstand.

Richter fand in der Halbzeit die richtigen Worte. Vor allem in der Deckung agierten die Brambauerinnen jetzt überaus stabil. Ganze sieben Treffer gelangen Hamm nur noch im zweiten Durchgang. "Sie haben sich immer wieder die Zähne ausgebissen an unserer Verteidigung", sagte Richter. Und auch offensiv klappte das Zusammenspiel. Kontinuierlich setzte sich der VfL ab, der klare Auswärtssieg war letztlich nicht mehr gefährdet.

"Für uns ist jeder Sieg wichtig. Aber dieser Erfolg freut uns natürlich sehr, da wir das Hinspiel noch deutlich mit fünf Toren Unterschied verloren haben", so der VfL-Coach, der überzeugt ist: "Die Mannschaft ist zusammen gewachsen."

TEAM UND TORE
VfL:
Wulf/Piepenkötter - N. Karau 6, L. Karau 4/4, T. Akyildiz, Neumann 7, Rykowski 4, Plotek 7, Leismann, Sahage

Frauen-Landesliga 3
BV Borussia Dortmund III - Lüner SV43:22 (22:10)


Gegen die starken Borussinnen gab es für die ersatzgeschwächten Lünerinnen nichts zu holen. Bis zum 9:7 für die Dortmunderinnen war aus Sicht der Rot-Weißen allerdings noch alles in Ordnung. "Bis dahin war das Spiel recht ausgeglichen", erklärt Trainer Marcel Mai. "Danach lief es mies. Ruckzuck stand es 15:8 für den BVB."In den Reihen des LSV spielten einige erkrankte Akteurinnen, die immer mal wieder eine Pause einlegen mussten. Zudem war der Ausfall von Anna Lieneke in der Defensive kaum zu kompensieren. "Dazu haben wir wenig trainieren können. Die Absprache hat überhaupt nicht gestimmt", ergänzt Mai.


Bereits zur Pause lag das Team aus der Lüner Rundsporthalle mit zwölf Treffern hinten. Das nahm auch in den folgenden 30 Minuten kein Ende. Mai: "Ich verliere lieber einmal auf diese Weise gegen ein starkes Team als fünfmal mit einem knappen Ergebnis gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Wichtig wird für uns das Spiel in zwei Wochen."
Dann nämlich empfängt der LSV Tabellennachbar DJK Westfalia Hörde. Diese gewann gestern überraschend ihr Derby gegen Hombruch.

TEAM UND TORE
LSV:
Fetting/Suchowski - Holz 4, Hülsewede 3, Mai 4, Schröder 4, C. Schmidt 2, J. Krause 3, L. Krause, A. Schmidt 2, Blümel 1