Carsten Lueg nimmt Auszeit beim DFB
16.02.2010 | 19:51 Uhr 2010-02-16T19:51:00+0100Als der OSC vor einem Jahr Carsten Lueg als Nachfolger von Trainer Uli Teis vorstellte, wurde vereinzelt in Frage gestellt, ob der viel beschäftigte Orthopäde, die Zeit würde aufbringen können. Inzwischen hat das vergangene Halbjahr gezeigt: Er kann.
Stets engagiert, immer präsent – über magelnde Trainer-Anwesenheit kann sich der OSC nicht beklagen. Die seltene Ausnahme gibt es am kommenden Wochenende.
Carsten Lueg ist Arzt des U 20-Nationalteams der Frauen – im Fußball! Und wenn die DFB-Auswahl auf Reisen geht, dann muss auch der Arzt mit. Vom 20. bis zum 27. Februar nimmt die DFB-U 20 im spanischen La Manga an einem U 23-Turnier teil, mit Spielen gegen England, die USA und Norwegen – da muss der OSC dann mal hinten anstehen. Am kommenden Samstag – gegen Schalksmühle-Halver 2 (Luegs Ex-Club) – wird die Mannschaft vom gleichberechtigten Co-Trainer Roland Wilms betreut. Und damit Carsten Lueg nicht zweimal in Folge fehlt, wird in der Woche darauf verlegt: Das zweite Heimspiel in Folge – es kommt die HSG Lüdenscheid – wird von der angestammten Heimspielzeit (Sa. 19.30 Uhr) auf Sonntagvormittag (11.15 Uhr) verlegt.
Während der OSC eine gezielte Karnevals-Regenerationspause bis heute eingelegt hat, wurde bei Verbandsliga-Konkurrent HC Süd immerhin schon am Rosenmontag wieder trainert – mit offensichtlicher Dringlichkeit. Nach einer starken Serie in Dezember und Januar, die das Team ins scheinbar sichere Mittelfeld geführt hatte, steht der HC nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wieder in unmittelbarer Abstiegsgefahr.
Wie in jedem Jahr ist nicht eindeutig klar, wie viele Mannschaften absteigen müssen, zumal in diesem Sommer die Umstrukturierung im Drittliga-Bereich stattfindet (aus fünf Regionalligen wird eine viergleisige 3. Bundesliga).
Die Auswirkung nach unten: Nach aktuellem Stand steigen fünf Mannschaften aus den beiden westfälischen Verbandsligen ab, die beiden Drittletzten müssen in ein bereits für Mitte Mai terminiertes Relegationsspiel.
Angesichts dieser Aussicht dürfen beide Dortmunder Clubs zittern: Die beiden letzten – Bommern und Herne – haben noch längst nicht aufgegeben, und davor stehen der OSC, Recklinghausen und der HC Süd nur nach der Tordifferenz getrennt auf den Plätzen zehn bis zwölf.
Umso ärgerlicher aus Sicht des HC Süd, weil der Kader für die neue Spielzeit bereits Formen annimmt: Nach Torben Sasse aus der ASC-Jugend wird mit Daniel Trippe vom SC Huckarde-Rahm noch ein Talent kommen. Bei zwei weiteren Kontakten wird kurzfristig die Zusage erwartet.
Jugend im Einsatz
- Zwei Jugendhandball-Nachholtermine stehen am Mittwoch Abend an, einer davon ist von eminenter Wichtigkeit.
- Die Regionalliga-Mädchen des ASC 09 treten um 19 Uhr bei Bayer Leverkusen an, der Dritte (17:9 Punkte) spielt beim Vierten (16:10). Mit einem Sieg könnte die Mannschaft von Trainer Dieter Trippen auf dem Weg in die Play-Offs nicht nur Leverkusen, sondern auch Stemmer/Friedewalde (5.) und den BVB (6.) distanzieren.
- In der Oberliga der männlichen B-Jugend gastiert das immer stärker werdende Schlusslicht OSC beim Fünften in Menden/Lendringsen (19.15 Uhr).
15:15
Wie kann man den Lueg nur so huldigen? Das kann echt nur ein Fußballer tun, der immer dem klassenhöchsten Verein (érst Brechten, dann Süd, jetzt OSC) nach dem Mund schreibt! Guckt euch bitte mal an, wo die erfolgreiche Arbeit von Herrn Dr. Lueg liegt? An seiner häufigen Anwesenheit? Man sollte die Sprüche von Anfang der Saison mal herausholen und die mit dem status quo vergleichen! Bei der Bilanz werden andere Trainer entlassen, beim OSC tut man so, als hätte man im Jugend- und Seniorenbereich die Weisheit mit Löffeln gefressen. Aber: Die Tabellen lügen nicht!