BVB-Trainer: "Hier fühlt sich niemand sicher"

Den kompletten November blieb der BV Brambauer-Lünen ohne Sieg. Der Tabellenzwölfte holte zwei Unentschieden und verlor zwei Begegnungen. So verpasste die Mannschaft von Dirk Bördeling die Chance, sich frühzeitig entscheidend vom Tabellenkeller abzusetzen. Im Interview spricht der BVB-Trainer über die aktuelle Situation.

BRAMBAUER.. Sie sind mit am Sonntag mit großen Personalsorgen nach Sinsen gereist. Das Spiel ging 1:2 verloren. War mehr möglich?

Nein. Da muss man ehrlich sein. Dafür waren wir über 90 Minuten zu ungefährlich. Für einen Punkt hätten wir schon enormes Glück benötigt.
Es saßen am Sonntag lediglich drei Spieler auf der Bank, darunter Jan-Frederik Stolzenhoff aus der A-Liga-Reserve. War die personelle Situation in dieser Saison schon einmal so dramatisch?

Probleme hatten wir ja die ganze Spielzeit über. Am Sonntag waren es aber insgesamt zwölf Ausfälle, darunter zahlreiche Stammspieler. Das ist schon heftig.


Besteht die Möglichkeit, den Kader im Winter zu verstärken?

Natürlich bauen wir zunächst einmal auf die Rückkehrer. Einige haben bisher ja kaum gespielt. Aber klar, wir wollen auch noch reagieren. Vermutlich wird es in dieser Woche zu ersten Unterschriften kommen.


Ist Angreifer Burhan Akgül vom Lüner SV eine Option?

Ja, Burhan Akgül ist eine Möglichkeit. Er könnte uns im Sturm sicher weiterhelfen.


Das letzte Spiel vor der Winterpause steht in Dorsten-Hardt an. Der Gegner hat sechs Punkte weniger auf dem Konto. Müssen Sie dort gewinnen, um mit einem gutem Gefühl in die zweite Halbserie zu gehen?

Mit einem guten Gefühl werden wir in Brambauer so oder so starten. Es sollte aber unser Ziel sein, in Dorsten-Hardt etwas mitzunehmen - also mindestens einen Punkt.
Ansonsten droht in der Rückrunde der Abstiegskampf?

Der droht sowieso. Unabhängig davon, wie das Spiel am Sonntag ausgeht. Hier fühlt sich noch niemand sicher. Und wer das anders sieht, der lernt mich richtig kennen.


Ihre Mannschaft hat nach der Hinrunde 17 Punkte auf dem Konto. Haben Sie schon nachgerechnet, wie viele Punkte Sie zum Saisonende für den Klassenerhalt benötigt?

Nein, so etwas mache ich auch nicht. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel. Es wäre aber schön, die nötige Punktzahl möglichst früh sicher zu haben.