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BVB-Reserve freut sich auf Highlight-Spiel gegen Aachen

02.08.2012 | 17:27 Uhr
BVB-Reserve freut sich auf Highlight-Spiel gegen Aachen
Jonas Hofmann (rechts) muss sich vor der Abreise nach Aachen noch einem letzten Test unterziehen.

Dortmund.  Am Freitagabend gastiert die Reserve von Borussia Dortmund auf dem Aachener Tivoli, der BVB 2 darf sich am dritten Spieltag auf das nächste Highlight freuen. Trotzdem BVB-Coach David Wagner der Alemannia einen „unheimlichen Erfahrungsunterschied" attestiert, rechnet er sich Chancen aus - unter gewissen Bedingungen.

Nach der Heimpremiere hatte Sebastian Hille den jungen Borussen dicke Komplimente gemacht: Ein „enorm spielstarkes Team mit sehr guten Individualisten“ hatte der Offensivspieler, der drei Jahre lang das schwarz-gelbe Borussen-Trikot trug und 2010 über Rot-Weiss Ahlen den Weg nach Bielefeld fand, an seiner alten Wirkungsstätte gesehen. Und den Jungs viel Mut gemacht im Kampf um den Klassenverbleib. „Wenn sie sich auch noch an die oftmals großen Kulissen bei den Auswärtsspielen gewöhnen“, relativierte der 31-Jährige, „haben sie gute Chancen, in der Liga zu bleiben.“

Im Kreise der Dortmunder Spieler wurde diese Einschätzung mit Wohlwollen aufgenommen - die eine Einschränkung am Ende teilen sie jedoch nicht. „Große Zuschauerzahlen“, sagt Rico Benatelli , „sind für uns keine Belastung, sondern sie motivieren und beflügeln uns sogar noch zusätzlich.“, Es ist doch super für uns junge Spieler“, so der Schütze des ersten BVB-Saisontreffers weiter, „vor einer solchen Kulisse auflaufen zu dürfen.“

Wagner sieht einen „unheimlichen Erfahrungsunterschied"

Die Vorfreude ist also riesig auf das nächste Highlight-Spiel am Freitagabend (Anstoß 19.00 Uhr) am Aachener Tivoli. Mit mehr als 15 000 „Zahlenden“ beim 3:2 in der Vorwoche gegen Wacker Burghausen hält die Alemannia den Zuschauer-Rekord der jungen Saison und einiges spricht dafür, dass diese Marke beim Gastspiel des BVB 2 noch einmal gesteigert wird. Schon beim Auftaktspiel in Osnabrück waren die Borussen von gut 2 000 mitgereisten Fans unterstützt worden. Und der gute Auftritt am vergangenen Samstag gegen Arminia Bielefeld weckte zusätzlich Appetit.

Während Rico Benatelli wie eine Reihe seiner Teamkollegen mit großer Zuversicht ins Dreiländereck fährt („Wir haben gegen Bielefeld schon einige Fehler abgestellt, werden uns in Aachen noch einmal weiter entwickeln und im Wissen um unsere eigenen Stärken den ersten Dreier anpeilen“), sieht David Wagner die Erfolgsaussichten um einiges realistischer: „Schön, dass die Jungs so optimistisch sind. Aber es ist doch schon unglaublich, dass wir überhaupt in einem Pflichtspiel gegen Alemannia Aachen antreten dürfen“, verweist er auf die große Vergangenheit des Zweitliga-Absteigers, der 2007 noch in der Bundesliga spielte. Der „unheimliche Erfahrungsunterschied“ zwischen der Alemannia und seiner blutjungen Crew sei nicht von der Hand zu weisen. Denn im Team seines Kollegen Ralf Außem befinden sich etliche gestandene Profis, von denen Albert Streit, Doppel-Torschütze zuletzt gegen Burghausen, und Sascha Rösler die wohl namhaftesten sind.

Wagner sieht eine Chance

Eine Chance sieht der Dortmunder Trainer dennoch: „Aber nur, wenn Tugenden wie Laufbereitschaft und Galligkeit entscheiden. Schaffen wir es, das Spiel auf dieses Niveau zu ziehen, wird etwas machbar sein.“ Aber ein Punktgewinn des BVB 2, erst recht ein Sieg, fügt er an, wäre eine absolute Überraschung.

Trotzdem hofft natürlich auch David Wagner, „dass wir die einzigartige Atmosphäre in positive Energie umwandeln können“. Man darf gespannt darauf sein, was passiert, sollte ihnen dies wirklich gelingen...

BVB-Personalien

Nach der Verletzung von Tim Treude, der wegen eines Muskelfaserrisses in der Gesäßmuskulatur ausfällt, eine weitere Schrecksekunde für David Wagner.

Jonas Hofmann verdrehte sich im Testspiel in Münster die Hüfte. Am Donnerstag folgte zwar eine leichte Entwarnung, aber der gleich zu Saisonstart wieder so starke Mittelfeldspieler musste beim abendlichen Training passen. Erst ein letzter Test am Freitagvormittag wird Aufschluss darüber geben, ob er in Aachen spielen kann. Wagner optimistisch: „Ich glaube, dass es für ihn reichen wird.“

Die Treude-Position im linken Mittelfeld wird voraussichtlich von Erik Durm übernommen, sodass Kiyan Soltanpour als einzige Spitze zu seinem Saison-Startelf-Debüt kommen würde.

Einen Einsatz von Ensar Baykan von Beginn an wäre die zweite Option. „Aber nach seiner langen Pause war sein 15-minütiger Auftritt gegen Bielefeld schon das Maximum“, so Wagner, „vieles spricht daher momentan für Kiyan, der sich voll im Trainingsprozess befindet.“

Udo Stark



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