BVB II-Plan: Noch mindestens neun Punkte

Endlich mal zwei Tore auf des Gegners Platz geschossen, zweimal geführt. Am Ende stand in Rostock dennoch die 2:3-Niederlage für den Drittligisten Borussia Dortmund. Ein äußerst bitterer Schlussakkord an der Ostseeküste. Trainer David Wagner weiß, dass sein Team in der finalen Saisonphase Großes leisten muss.

Dortmund.. Die Situation im Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich für den BVB II nach der neuerlichen Pleite weiter zu. Die Mannschaft von BVB-II-Trainer David Wagner rangiert weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz; nur dass der Abstand zum rettenden 17. Rang auf nunmehr fünf Punkte angewachsen ist.

Dreier am Sonntag

Angesichts der vier verbleibenden Spiele in dieser Saison schraubt sich der Druck in immer neue Höhen. Bereits am Sonntag (3.4./14 Uhr) im Heimspiel im Stadion Rote Erde gegen den VfB Stuttgart II hilft nichts anderes als ein Sieg.

Dortmunds Coach schätzte die Lage seiner Mannschaft bereits in Rostock nach dem Schlusspfiff realistisch ein. "In den bislang 34 Spielen konnten wir gerade einmal fünf Siege einfahren", sagt David Wagner, "jetzt müssen wir von den letzten vier Spielen mindestens drei gewinnen."

Große Chancen nicht genutzt

Die Rechnung ist kühn. Neun Punkte will Schwarzgelb auf der Zielgeraden der Saison noch erkämpfen. Unmöglich ist das nicht. Allein dem eingewechselten Stürmer Julian Derstroff boten sich in Rostock beim Zwischenstand von 2:2 mehrmals Möglichkeiten, auf 3:2 für den BVB zu erhöhen.

Aber das Tor gelang eben nicht - und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Diese Defizite in der Offensive wie auch im Abwehrverhalten muss der BVB II unbedingt abstellen. Wagner blickt dem Stuttgart-Spiel entschlossen entgegen.

Gegen die Statistik

"Alle Statistiken sprechen gegen uns. Aber wir schauen jetzt nicht auf die Tabelle, wir schauen nur auf unseren Gegner VfB II. Und diese Stuttgarter können wir schlagen. Unser Ziel ist der zweite Heimsieg in Serie." Doch Wagner nimmt nicht nur seine Spieler in die absolute Pflicht.

Er zählt auch auf die stimmgewaltige Unterstützung durch die BVB-Fans. "Es ist das letzte Spiel, das wir nicht parallel mit der ersten Mannschaft bestreiten. Ich wünsche mir, dass da noch einmal richtig viele Zuschauer in die Rote Erde kommen."

Unterstützung von den Profis

Die stimmgewaltige Hilfe könnte den Borussen Flügel wachsen lassen. Aber es stehen auch personelle Veränderungen an. Ein Kandidat ist Mustafa Amini nach dessen Gelb-Roter Karte. Auch Oguzhan Kefkir steigt Mittwoch ins Mannschaftstraining ein.

Torhüter Zlatan Alomerovic hat seine Rot-Sperre nach "Notbremse" abgesessen und könnte wieder seinen Platz zwischen den BVB-II-Pfosten einnehmen. Aber er wird voraussichtlich zunächst zum BVB-Bundesliga-Kader gehören. Allerdings wäre es durchaus möglich, dass Profis aus dem Bundesliga-Kader zur Verstärkung der Reserve am Sonntag anrücken. Und Hilfe könnte der BVB II durchaus brauchen. Die eigene Lage ist übel genug.