BVB-Handballfrauen sind noch in der Findungsphase

Vier Wochen vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison haben die Fans der BVB-Handballfrauen am Donnerstagabend zwei Erkenntnisse sammeln können: Die neu zusammengestellte Mannschaft hat das Potenzial, ganz oben mitspielen zu können muss dafür aber noch enger zusammenwachsen.

Dortmund.. Beim zweiten Vergleich mit dem Erstligisten Bayer Leverkusen binnen einer Woche sah Trainerin Ildiko Barna zwei Gesichter ihrer Mannschaft. Das Unschöne in den jeweils ersten zehn Minuten beider Spielhälften. Da paarte sich Angst mit individuellen Fehler, in Angriff und Abwehr. So war die Partie im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung nach zehn Minuten entschieden. Die "Werkselfen" führten in der Halle Wellinghofen mit 11:1.

"Waren sehr nervös"

"Wir waren sehr nervös", sagte Neuzugang Petronela Kovacikova. "Es war das erste Spiel vor eigenem Publikum, jeder wollte sich zeigen. Das hat zu Beginn leider überhaupt nicht geklappt."

Nach der ersten Auszeit fanden die Borussinnen dann besser zu ihrem Spiel, Rückraumspielerin Carolin Schmele zeigte in Ansätzen, warum die Sportliche Leitung sie unbedingt verpflichten wollte. Bis zur Halbzeit verkürzte der BVB auf 13:17, verfiel zu Beginn des zweiten Durchgangs mit neuem Personal aber wieder in das alte Muster.

Gegentore in Serie

Die Folge: Gegentore in Serie - trotz einer starken Leistung von Ersatztorhüterin Jennifer Weste. Wieder zog Bayer davon, wieder holte Schwarzgelb den hohen Rückstand teilweise auf. So konnten mit den Endergebnis - 27:33 aus Dortmunder Sicht - letztlich beide Seiten leben.

Saskia Weisheitel, Neuzugang aus Berlin, betrieb direkt nach Schlusspfiff Fehleranalyse: "Im Vergleich zum ersten Spiel gegen Leverkusen war das semi-gut. Man hat gesehen, dass uns eine 5:1-Abwehr nicht besonders liegt. Das war aber nicht zwingend das Problem unserer Abwehr. Wir haben fast nur Kontergegentore bekommen, vorne dem Gegner die Bälle in die Hände gespielt. Das müssen wir trainieren und verbessern."

"Neuzugänge sind gut"

Die 25-jährige Kreisläuferin hat sich im Ruhrgebiet bereits eingelebt: "Die Neuzugänge sind gut, die Mannschaft fetzt, das Umfeld passt." Weisheitel kann ihren neuen Mitspielerinnen dabei die frische Erfahrung eines Aufstiegs näher bringen. "Mit Berlin haben wir das in der vergangenen Saison geschafft, weil wir nur von Spiel zu Spiel geschaut haben. Man muss sich den Druck nicht machen. Und wenn der Druck von oben kommt, muss man versuchen, ihn abzuwehren und sich davon nicht beirren lässt."

Vorerst gehe es aber darum, als Team zusammen zu wachen. Die nächste Chance gibt es bereits an diesem Wochenende beim Turnier in Kirchhof.