BVB-Frauen wollen noch einmal alle Kräfte aufbieten

Ein letztes Mal wollen sie am Samstag (19 Uhr) alles geben, alles aus sich herausholen. "Kleinere Wehwehchen zählen jetzt nicht mehr, es ist das letzte Spiel vor der Weihnachtspause, sagt Trainerin Ildiko Barna vor dem Auswärtsspiel der BVB-Handballfrauen bei der Neckarsulmer Sportunion.

Dortmund.. Wo Spitzenspiel draufsteht, wenn der Erste BVB zum nur zwei Punkte schlechteren Vierten reist, da soll auch Spitzenspiel drinstecken - zum Abschluss einer Hinrunde, die von einem Verletzungspech ungeahnten Ausmaßes begleitet war, möchte sich Dortmunds Zweitligist vor allem selbst belohnen.

Neuzugang Richter spielberechtigt

"Alle sind froh, wenn Pause ist", meint auch Barna, "aber wir setzen alles daran, auch diese Prüfung noch zu bestehen." Gestählt sind sie ja eigentlich, der Kader ist seit Wochen beängstigend klein, auch wenn die jüngste Neuverpflichtung Sabrina Richter spielberechtigt ist, so hat sie nicht viele Wechselmöglichkeiten. Im Rückraum soll Dagmara Kowalska bei eigenen Angriffen für Entlastung sorgen, sie ist damit vorerst festgespielt und wird der Zweiten Anfang Januar fehlen. Maren Rynas ist die zweite Hilfe aus dem Drittliga-Team.
Neckarsulm hat zu Hause beeindruckende Spiele abgeliefert, Bensheim und Zwickau gingen dort regelrecht unter, "die Zuschauer treiben die Mannschaft nach vorne, es ist eine hitzige Atmosphäre." Es ist ein weiterer Charaktertest für ihr Team.

Hohe Laufbereitschaft

Offensiv will sie verteidigen, das bedingt eine hohe Laufbereitschaft aller, und vor allem in der Abwehr wird sich entscheiden, ob er BVB sich kurz vor dem Fest selbst beschenken kann. "Sie haben starke Außen, wir müssen auf der Hut sein!" Ein Erfolg wäre ein traumhafter Abschluss eines turbulenten Halbjahres. 60 Minuten werden sie noch einmal alles hineinwerfen müssen.