BVB-Frauen gewinnen Topspiel gegen Rosengarten

Perfekter Samstag für die Handball-Frauen von Borussia Dortmund: Der BVB hat am Samstagabend das Topspiel gegen die SGH Rosengarten-Buchholz mit 27:25 (12:13) gewonnen und ist wieder Tabellenführer. Über 1000 Zuschauer sahen die spannende Partie in der Halle Wellinghofen

Dortmund.. 
Zur Halbzeitpause noch rief Hallensprecher Jochen Busch mit eigentlich schon heiserer Stimme ins Mikrofon: "Jetzt machen wir alle die Halle Wellinghofen zur Hölle." Der Gast aus dem Norden führte da mit 13:12, es war ein Spiel auf Augenhöhe, nicht immer schön, aber ungemein packend.

Rekordkulisse in Wellinghofen

Und die 1045 Besucher, mit Abstand Rekord in dieser Zweitliga-Saison, gaben in der Tat alles, was in ihren Kräften stand. Nie konnte sich ein Team auch nur im Ansatz ein wenig absetzen, jeder Handgriff, jeder Fehler, jede gute Idee, alles war wichtig.

Die Gäste, als Tabellenführer angereist, machten ihrem Ruf als Favoritenschreck alle Ehre. Es waren nicht die überragenden Einzelspieler, die da auf dem Parkett standen, es war schlichtweg ein ungemein harmonisches Team, das der Borussia das Leben so schwer macht. Klug wurden die Angriffe zu Ende gespielt und dann auch überlegt abgeschlossen, die BVB-Abwehr fand gegen die quirligen Norddeutschen nicht das beste Rezept.

Hartes Stück Arbeit

"Das war heute ein richtig hartes Stück Arbeit", sagte Mandy Burrekers nach der Partie. Jede Menge Glückwünsche prasselten auf die Torfrau nieder, sie hielt, was zu halten war, und manchmal auch ein wenig mehr. Erst ab der 50. Minute konnte sich der BVB mal ein allerdings nie beruhigendes Zwei-Tor-Polster zulegen, Rosengarten-Buchholz glich mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal zum 25:25, doch waren es in Dagmara Kowalska und Sabrina Richter zwei erfahrene Damen, die den Endstand herauswarfen.

Die Erleichterung war riesig, auf dem Parkett bildeten sich immer wieder neue Jubeltrauben. Mit 3:3-Punkten war der BVB in die Rückrunde gestartet, er konnte, wollte und durfte sich möglichst keinen weiteren Patzer mehr leisten. Vielleicht lässt sich damit eine gewisse Nervosität erklären, vielleicht ein paar überhastete Abschlüsse.

Aber am Ende durften alle strahlen, und da sich Neckarsulm in eigener Halle eine überraschende Niederlage gegen Rödertal leistete, macht der Blick auf die Tabelle so richtig Spaß. Der BVB ist auf Aufstiegskurs, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

BVB: Burrekers, Weste, Kramer (2), Grijseels (5/3), Weisheitel (2), Kocevska, Potocki (4), Richter (2), Schäfer (1), Everding (1), Glankovicova (5), Kowalska (4/2), Kokot, Zimmermann (1)