BVB-Frauen erwarten "unangenehmen Gegner"

Diese verflixte 22:26-Niederlage in Nellingen zum Auftakt der Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga ist natürlich nicht ganz spurlos an den Handball-Frauen von Borussia Dortmund vorbeigerauscht. "Wir sind Niederlagen nicht gewohnt", betont Ildiko Barna. Heute Abend (19.30 Uhr) empfängt der BVB den TSV Haunstetten.

Dortmund.. Schön, wenn eine Trainerin das sagen kann. Und ein wenig war in dieser Woche schon zu spüren, dass das 22:26 noch in den Köpfen des Teams herumschwirrte.

Positive Gedanken

Umso wichtiger dürfte es sein, sich am heutigen Samstag gegen den TSV Haunstetten in der Halle Welllinghofen wieder auf positive Gedanken zu bringen. Der Aufsteiger hat in dieser Saison zwar erst neun Punkte gesammelt, "aber die Truppe ist wirklich nicht zu unterschätzen, ein richtig unangenehmer Gegner", sagt die BVB-Trainerin.

Haunstetten sei ein Team, das mit viel Leidenschaft spiele, gestützt auf eine gute, weil aggressive und offensive Deckung. "Wir müssen clever sein, sehr clever, und vor allem so wenig Fehler wie eben möglich machen", sagt Ildiko Barna. Und natürlich wäre es sehr hilfreich, schnell ins Spiel zu finden und in Führung zu gehen. "Das befreit den Kopf."
Viele Varianten

"Wichtige Informationen"

Der 30:30-Test Mitte der Woche gegen den niederländischen Erstligisten Dalfsen habe ihr so manchen Fingerzeig gegeben. Die erste Hälfte mit der vermeintlichen Stammbesetzung sei völlig in Ordnung gewesen. "Wir haben nun einmal eine fast neue Mannschaft nach den vielen Verletzten, da müssen wir alle sehen, was möglich ist." Und so habe sie eine Menge Varianten in der zweiten Hälfte durchgespielt, jede sollte ihre Chance haben. Vielleicht war es fast schon zu viel der Experimente, "aber es gab wichtige Informationen".

So findet Natasha Kocevska nach ihrer Verletzung wieder Anschluss, so deutete die 18-jährige Alina Grijseels an, dass sie Karina Schäfer auf der Spielmacher-Position entlasten könnte. Und das Rezept für einen Sieg klingt simpel: Einfache Tore werfen, mit hohem Tempo spielen, "und den Gegner dann zunehmend müde spielen". Mit einem Erfolg wäre die Borussia weiter Tabellenführer, Kopf und Seele würden sich freuen.