BVB-Frauen benötigen Trotzreaktion gegen Herrenberg

Die deutliche Pleite am vergangenen Spieltag müssen Borussia Dortmunds Handballerinnen nun verdaut haben. Am Samstagabend (19.30 Uhr, Halle Wellinghofen) trifft die Mannschaft auf die SG Herrenberg. Eine erneute Zweitliga-Niederlage darf das Team sich nicht erlauben - trotz neuer Hiobsbotschaften.

Dortmund.. Bei der Videonachbetrachtung der Pleite in Halle haben Borussia Dortmunds Handballfrauen in dieser Woche untereinander Klartext geredet. Über Monate hinweg war es ihnen gelungen, die immensen Personalprobleme als Team zu kompensieren, jetzt schlagen die Verschleißerscheinungen spürbar negativ zu Buche.

"Arbeiten nicht unter Profibedingungen"

Menschlich, sagt Trainerin Ildiko Barna, seien gewisse Nachlässigkeiten sehr wohl erklärbar. Studium und Beruf beanspruchen die Spielerinnen ebenso wie der Sport, "wir arbeiten hier ja nicht unter Profibedingungen." Samstags aber zähle unterm Strich nur das Ergebnis, "wir müssen es hinbekommen, die Belastungen in Einklang zu bringen."

Die Niederlage in Halle, vielleicht war das das Gute daran, hat wachgerüttelt. "Die Mädels", meint Sportleiter Jochen Busch, "waren sehr einsichtig. Es war eine gute Sitzung." Jetzt sei eine Trotzreaktion angezeigt. "Verlieren darf man, aber nicht mit so einer Einstellung", findet auch Barna.

Ohne Berrekers und Grijseels

Die SG Herrenberg ist ein äußerst unbequemer Gegner, der mit drei neuen Spielerinnen nachgerüstet, Zwickau geschlagen hat und auch in Bensheim nahe an einer Überraschung war.

Zu allem Überfluss musste Barna ihrer Mannschaft erneut zwei Hiobsbotschaften überbringen. So wird Torfrau Mandy Burrekers (Entzündung in der Hüfte) am Samstag und womöglich länger fehlen. Alina Grijseels ist erneut erkrankt, auch sie pausiert.

Rückbesinnung auf alte Tugenden

Barna hat Marina Wilkus aus der BVB-Zweiten fürs Tor nachnominiert, Jennifer Weste wird zur Nummer 1, sie hat schon in Halle sehr ordentlich gespielt. "Ich habe großes Vertrauen in beide", sagt Barna.

Einen erneuten Punktverlust kann sich der BVB nicht erlauben, "wir müssen unseren Heimnimbus wahren", meint die Trainerin. Sie fordert die Rückbesinnung auf alte Tugenden: "Wir hatten immer eine stabile Defensive als Basis unseres Spiels. Da müssen wir wieder hin."

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