BVB-Frauen beim Tabellenletzten Travemünde

Die Halle in Travemünde liegt direkt an der Nordsee. Natürlich hat Ildiko Barna einen kurzen Spaziergang am Meer auf dem Programm, "wir wollen schnell noch ein wenig gesunde Luft tanken und der Wind darf uns gern etwas durchpusten", sagt die Trainerin der BVB-Frauen vor dem Spiel beim Tabellenletzten.

Dortmund.. Es gilt, am Samstag (16.30 Uhr) beim TSV klaren Kopf zu behalten. Die Handballerinnen von Borussia Dortmund reisen zum Tabellenletzten, "natürlich sind wir von der Papierform her klarer Favorit", sagt die BVB-Trainerin, aber genau das macht die ganze Sache ja so gefährlich. Drei Spieltage vor dem Saisonende sind Ausrutscher nicht mehr erlaubt, die Borussia hat gerade wieder Platz zwei in der Tabelle zurückerobert, die Mission Aufstieg ist wieder zum Greifen nahe. "Unsere Ausgangslage ist wieder gut, aber jetzt bitte kein Ausrutscher und keine Nachlässigkeit", warnt Ildiko Barna.

Klarer Sieg gegen Bensheim

Seit dem klaren Sieg (33:15) gegen Bensheim Auerbach macht es wieder richtig Spaß, durch die schwarzgelbe Brille auf die Tabelle zu sehen. Nun die Partie beim Schlusslicht, die 60 Minuten an der Nordsee werden zum Charaktertest. "Wenn wir konzentriert und diszipliniert spielen, dann gewinnen wir auch", sagt die BVB-Trainerin, und es ist nicht mehr und nicht weniger als eine Forderung.

Travemünde sei eine erfrischend junge Mannschaft, "sie haben Spaß am Handball". Dennoch ist die Saison für sie bisher ein reines Abenteuer, gerade einmal fünf Punkte haben sie bisher gesammelt. "Dennoch dürfen wir jetzt nicht überheblich dahinfahren und denken: Es geht schon." Locker, so Ildiko Barna, gehe gar nichts.

"Die bessere Mannschaft"

Das ändere aber nichts daran, dass "wir die klar bessere Mannschaft sind", sagt Ildiko Barna. Drei Tage Osterferien hat sie der Truppe gegönnt, Zeit zur Entspannung und zum Kräfte sammeln. Am Dienstag wurde der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen, und auch wenn Jennifer Weste und Karina Schäfer über die Feiertage über Rachenentzündungen klagten, freute sich die BVB-Trainerin über 15 junge Damen, die sich auf dem Parkett bewegten.

Darunter auch Carolin Schmele, die voraussichtlich schon im übernächsten Spiel in Allensbach eine Option sein könnte. Bis dahin aber sind alle Anderen gefordert, einen klaren Kopf zu behalten. Aber sie haben ja die Chance, genügend frische Nordsee-Luft zu tanken.