BVB-Coach Bördeling ist noch zwiegespalten

Drei Siege und zwei Niederlage die Bilanz der Testspiele in der Vorbereitungsphase des Fußball-Landesligisten BV Brambauer-Lünen ist unterm Strich durchwachsen. Zum Rückrundenauftakt wartet am Sonntag der ungeschlagene Spitzenreiter YEG Hassel. Wir blicken auf die BVB-Form: Ist die Elf von Trainer Dirk Bördeling bereit für den Liga-Auftakt?

Brambauer.. Die Testspiele: Fünf Vorbereitungspartien absolvierte Brambauer. Dabei sprangen ein 4:2-Sieg gegen A-Ligist Cappenberg, ein 2:1-Erfolg über Bezirksligist TSG Dülmen, eine 0:1-Niederlage gegen Westfalenligist SC Hassel, eine 2:3-Pleite gegen A-Ligist SG Selm und ein 1:0-Sieg über Landesligist SC Husen-Kurl heraus. Coach Dirk Bördeling ist aufgrund der Ergebnisse und der Spielweise seines Teams zwiegespalten: "Ich kann unseren aktuellen Stand noch nicht einschätzen. Wir haben schlechte Spiele gezeigt, haben phasenweise aber auch überragend agiert. Ich glaube, dass wir die ersten Pflichtspiele abwarten müssen"

Die Personalsituation: Die letzten Partien in der Hinrunde waren personell gesehen suboptimal. Etliche verletzungsbedingte Ausfälle hatte Bördeling zu kompensieren. "Teilweise mussten wir sogar Spieler aus der Zweiten hochziehen. Da sind wir ziemlich auf dem Zahnfleisch gekrochen", so der Coach. Die Situation hat sich jetzt aber dank der Neuzugänge gebessert.

Die Neuzugänge: Jörg Kühl ist ein Back-up im Tor. Er hinterließ im Training gute Eindrücke und ist stets parat, wenn Not am Mann ist. Burhan Burma ist für Bördeling die Überraschung aller Neuzugänge: "Er ist zweikampfstark und sehr schnell." Ähnlich begeistert ist der Coach von Burhan Akgül: "Er ist sehr engagiert und auch für den einen oder anderen Spaß zu haben."

Markus Poczkaj und Marcel Bieber sind keine Unbekannten beim BVB. Beide spielten bereits für Brambauer. "Markus ist zweikampfstark. Marcel hat sich trainingsmäßig deutlich gesteigert", freut sich Bördeling. Bastian Hufnagel und Semih Akgül hatten wegen Grippe und Verletzung viel Pech, bestritten die Vorbereitung kaum beziehungsweise gar nicht. "Qualitativ haben wir uns gesteigert. Jetzt müssen alle Spieler aber auch zusammenfinden", fordert Bördeling.

Das System: Der BVB lief in der Hinserie im 4-2-3-1 auf. Aber Bördeling versuchte es zuletzt auch mit einer Dreierkette und ließ mit zwei Spitzen spielen. "Das hat gegen Hassel prima geklappt. Gegen Selm aber weniger gut. Es ist mit Sicherheit eine Alternative", so der Trainer. Insgesamt findet er, dass das BVB-Spiel durch die Neuzugänge variabler geworden sei.

In welchem System Brambauer gegen YEG Hassel aufläuft, ist aber noch unklar. Bördeling ist noch unsicher.

Die Startelf: Welche Akteure Bördeling letztendlich in der Startelf sieht, steht noch nicht fest. Fakt ist aber, dass Robert Botta im Tor gesetzt ist. Timo Kollakowski ist in der Innenverteidigung vorgesehen, kann aber auch als Außenverteidiger spielen. Kassim Hammoud ist variabel einsetzbar, war zuletzt in der Viererkette aktiv. Dennis Köse und Markus Poczkaj sind Kandidaten für die Sechser-Position, könnten aber auch als Spielmacher auf der "Zehn" agieren. Vahit Yilmaz könnte auch im Zentrum auflaufen.

Für eine mögliche Doppel-Spitze wären Stand jetzt die Neuzugänge Marcel Bieber und Burma Akgül gesetzt.Fraglich sind zum Auftakt am Sonntag die Einsätze von Bartosz Wolff, Fabian Hillmeister, Bastian Hufnagel, Jascha Keller und Burhan Burma. "Da müssen wir den Gesundheitszustand jedes Einzelnen abwarten", so Bördeling.