BVB 2 ohne Hünemeier gegen Stuttgart
26.03.2010 | 22:52 Uhr 2010-03-26T22:52:00+0100Abstiegskampf im Stadion Rote Erde: Am Samstag (14 Uhr) empfängt der BVB 2 den Tabellen-15. VfB Stuttgart 2. Nur der Sieger dieser Partie kann durchatmen.
Es gibt Niederlagen, die tun besonders weh. So wie die am Mittwochabend gegen Ingolstadt. Oder die vor gut einem halben Jahr in Stuttgart. Damals verlor Fußball-Drittligist BVB 2 mit 1:2 bei den Schwaben, die Samstag um 14 Uhr im Stadion Rote Erde gastieren. Die Borussen müssen dabei auf Kapitän Uwe Hünemeier verzichten, der sich gegen Ingolstadt die fünfte Gelbe Karte einhandelte.
Im Schwäbischen dominierten die Borussen 90 Minuten lang, führten bis zur 70. Minute und kassierten noch zwei dumme Treffer. Borussen-Coach Theo Schneider ärgerte sich auch Freitag noch über diesen Lapsus. Dabei waren die Voraussetzungen in Stuttgart völlig anders. Der VfB lag zwölf Punkte vor dem BVB 2, hatte mit dem Abstieg aber auch gar nichts zu tun.
Die Sachlage hat sich gravierend geändert:Samstag empfängt der Tabellen-17. Borussia Dortmund den Tabellen-15. VfB Stuttgart. Wer die Partie gewinnt, kann durchatmen, der Verlierer muss sich Sorgen machen, könnte er sich doch am Ende des Spieltages auf einem Abstiegsplatz wiederfinden. Bei solchen Konstellationen spricht man gerne von „Sechs-Punkte-Spielen.”
Mindestens genauso wie über die Hinspielniederlage hat sich Schneider auch über den Fehler von Julian Koch am Mittwoch gegen Ingolstadt geärgert, der zur 0:1-Niederlage führte: „Ein individueller Fehler, der so nicht passieren darf. Julian ist einfach zu weit aufgerückt.” Und dennoch zog Schneider auch positive Lehren aus der Partie gegen den Tabellenzweiten aus Ingolstadt. Neben dem Kampf habe seine Mannschaft auch wieder spielerische Elemente gezeigt und ganz ordentlich nach vorne gespielt, so Schneider. Und genau darauf sollen seine Jungs heute aufbauen. Dass sie es können, haben sie gegen Ingolstadt bewiesen.Samstag müssen sie aber auch nachlegen, um sich endlich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. „Mit einem Sieg hätten wir 35 Punkte, wären mittendrin im dem großen Pulk”, blickt Schneider nach oben.
Der Spieltag hat es in der Tat in sich und verdeutlicht die große Nervosität auf der Zielgeraden der Saison. Rot-Weiß Erfurt entließ am Donnerstagabend seinen Trainer Rainer Hörgl und tritt heute gegen Sandhausen an. Der Tabellenletzte aus Kiel empfängt den Vorletzten Wuppertaler SV. Dazu stehen die Mitabstiegskonkurrenten Wehen Wiesbaden (in Osnabrück) und Unterhaching (in Offenbach) vor weitaus schwierigeren Aufgaben als der BVB 2.
BVB 2: Höttecke - Evers, Neumeister, Sobiech, Vrzogic - Nottbeck, Großkreutz - Hille, Kandziora - Ginczek, Tyrala.
Info: Fünfte Gelbe Karte für Hünemeier
Theo Schneider wird Samstag - im Gegensatz zu Mittwoch - personell nicht aus dem Vollen greifen können. Verstärkung von den Profis gibt es nicht.
Allein Julian Koch dürfte zur Verfügung stehen, während Kapitän Uwe Hünemeier mit seiner fünften Gelben Karte pausieren muss. Dass dies eine echte Schwächung für den BVB darstellt, zeigte die Partie gegen Ingolstadt. Hünemeier und Sobiech hatten die Innenverteidigung sicher im Griff, ließen kaum eine Chance gegen die torgefährlichste Offensive der Liga zu.
Dafür wird aber Marcel Großkreutz nach seiner kurzen Pause zumindest im Kader stehen. Seine Rückenprobleme sind durch Medikamente gemildert worden.
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