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0:1 gegen Ingolstadt

BVB 2 drei Minuten vor Schluss ausgekontert

24.03.2010 | 21:52 Uhr

Was für ein Pech. Mit 0:1 (0:0) verlor Fußball-Drittligist BVB 2 gestern Abend das Meisterschaftsspiel gegen den neuen Tabellenzweiten FC Ingolstadt.

Das glückliche Tor zum 1:0 fiel drei Minuten vor Schluss. Torschütze war Fabian Gerber, der auch beim 1:0 der Ingolstädter gegen Offenbach als „Joker” stach und in der Schlussminute das Tor des Tages erzielte.

Keinen leichten Stand: Neuzugang Lukas Nottbeck.

„Das war eine sehr unglückliche Niederlage. Aber wir haben in der Schlussphase zu offensiv agiert. Das ist eiskalt bestraft worden. Die kämpferische Leistung gibt mir aber Hoffnung für das Heimspiel am Samstag gegen Stuttgart”, kommentierte Borussen-Coach Theo Schneider die dritte Heimniederlage in Folge. Der Meinung seines Trainers schloss sich auch Sebastian Tyrala an: „So etwas darf uns nicht passieren. Es war ein ausgeglichenes Spiel und wir hatten sogar die besseren Chancen. Ein Punkt hätte uns gereicht.” Ingolstadts Trainer Michael Wiesinger schlug in die gleiche Kerbe: „Ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen.”

Vor den Augen des halben Profi-Kaders machten die Borussen von der ersten Minute an Druck, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und störten frühzeitig das Aufbauspiel der Ingolstädter. Nicht zu vergleichen mit der Leistung zuletzt gegen Jena oder in Wuppertal. Dass hier ein Aufstiegskandidat gegen den Tabellen-16. spielte, war zu keinem Zeitpunkt zu spüren. Was zum Großteil der Arbeit von Dimitar Rangelov zu verdanken war. Der Profi, zusammen mit Markus Feulner als Leihgabe von oben gekommen, kniete sich bei seiner Premiere bei der „Zweiten” so richtig rein, gab keinen Ball verloren und überzeugte durch enorme Zweikampfstärke. Nach nur acht Minuten hatte Rangelov das 1:0 auf dem Fuß. Sein strammer Schuss von der Strafraumgrenze ging aber hauchdünn am langen Eck vorbei.

In diesem Takt ging's weiter. Zwar befreite sich Ingolstadt mehr und mehr, doch in der 30. Minute war es erneut Rangelov, der allein vor Ingol-stadts Keeper Sejna auftauchte, aus ungünstigem Winkel aber knapp verzog. Die einzige Chance der Ingolstädter (32.) resultierte dagegen aus einem Missverständnis zwischen Kai-Bastian Evers und Lasse Sobiech, der nach einem Zweikampf (12.) mit einem Kopfverband spielen musste.

Im zweiten Durchgang erhöhte Ingolstadt zwar den Druck, blieb aber den Beweis schuldig, mit 52 Treffern die torgefährlichste Mannschaft der 3. Liga zu sein. In den letzten 20 Minuten drängte stattdessen der BVB auf die Führung. Theo Schneider hatte mit Kullmann (für Tyrala), Hille (für Kandziora) und Ginczek (für den abbauenden Rangelov) drei offensive Akteure gebracht. Was sich rächen sollte: Drei Minuten vor Schluss konterte der eingewechselte Fabian Gerber die zu weit aufgerückte BVB-Abwehr aus und traf wie aus heiterem Himmel zum 1:0.

BVB 2: Höttecke - Evers, Sobiech, Hünemeier, Vrzogic - Nottbeck, Feulner - Koch, Kandziora (83. Hille) - Tyrala (79. Kullmann) , Rangelov (66. Ginczek) - Tore: 0:1 Gerber (87.) - Zuschauer: 1031

Peter Kehl

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