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BVB 2 bereitet sich seit Mittwoch auf die 3. Liga vor

13.06.2012 | 18:53 Uhr
BVB 2 bereitet sich seit Mittwoch auf die 3. Liga vor
Mit dem Laktattest ging’s los: David Wagner verschaffte sich zum Trainingsauftakt einen Überblick über die Fitness seiner Jungs.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Am Mittwoch startete Aufsteiger BVB 2 mit den Vorbereitungen auf die am 21. Juli beginnende Drittliga-Saison. Trainer David Wagner setzt auf die bewährten Tugenden. Die personellen Änderungen halten sich in Grenzen.

Am Mittwoch scharte David Wagner seine Jungs erstmals wieder um sich. Doch das Kribbeln habe bereits einige Tage vorher begonnen - beim Trainer ebenso wie bei der Mannschaft. Dabei hatten sie nach dem Aufstieg in die 3. Liga gerade mal gut drei Wochen Zeit, um ihren Triumph auszukosten und sich von einer zwar unglaublich erfolgreichen, aber auch strapaziösen Frühjahrsrunde in der Regionalliga West zu erholen.

Die Vorfreude, sagte David Wagner beim Trainingsauftakt des BVB 2 im Hoeschpark, sei riesig, „denn für alle ist diese neue Liga, eine große Herausforderung“. Dabei weiß der Coach, was auf die Schwarz-Gelben zukommt: „Was man so hört, ist das in der kommenden Saison wohl die stärkste 3. Liga, die es je gab. Doch sich mit namhaften Vereinen zu messen, wird die Jungs nur zusätzlich motivieren, genauso wie tolle Stadien und eine im Vergleich zur Vorsaison erheblich größere Zuschauerkulisse.“

Vier Hochkaräter gehen

Die personellen Veränderungen hielten sich beim Aufsteiger im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren in überschaubaren Grenzen. Die Borussen haben sich auf dem Transfermarkt zurückgehalten, sind gezielt nur da aktiv geworden, wo es nötig war, um den Weggang solcher Hochkaräter wie Mario Vrancic (FC Paderborn), Ivan Paurevic (Fortuna Düsseldorf 2), Torhüter Johannes Focher (Sturm Graz) und zuletzt Terrence Boyd (Rapid Wien) zu kompensieren.

„In eine völlig neue Umgebung kommt eigentlich fast keiner der Neuen“, verweist David Wagner auf die aus der Vergangenheit bestehenden Kontakte: die aus Mainz gewechselten Erik Durm und Thomas Meißner treffen in Dortmund ihren ehemaligen Vereinskollegen Konstantin Fring, Paul Ehmann kennt Jonas Hofmann aus gemeinsamen Zeiten in der Jugendabteilung von 1899 Hoffenheim, Marc Hornschuh schließlich kehrt nach nur einem halben Jahr beim Zweitligisten FC Ingolstadt in seine alte Umgebung zurück. Bliebe nur Focher-Nachfolger Edin Sancaktar. Doch auch dem von Fortuna Düsseldorf 2 gekommenen Torhüter sollte die Integration einfach gemacht werden. Denn der Teamgeist, die Harmonie auch außerhalb des Platzes, war in der Vorsaison die besondere Qualität dieser Mannschaft.

Auch sonst setzt David Wagner vor allem wieder auf die bewährten Tugenden wie Charakterstärke und Enthusiasmus, Engagement und Willenskraft. Und auf das Kollektiv. Denn nur so lassen die sportlichen Verluste wettmachen. Dass dies gelingen kann, daran gibt es für den Trainer keinen Zweifel: „Wir haben zwar sehr gute Spieler verloren, aber auch richtig gute Typen mit einer hohen Individualität hinzu bekommen. Allesamt Leute, die noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind und sehr gut zu uns passen.“

Die Frage ist, wie rasch die Automatismen greifen können. „Aber da verfügen wir zum jetzigen Zeitpunkt natürlich schon über ein weit größeres Fundament als vor Jahresfrist“, erinnert Wagner an den Umbruch der Vorsaison, „unser Vorteil ist, dass der Kader bereits steht.“

Mit jedem Platz zwischen eins und 17 zufrieden

Enorme Bedeutung misst er dem fünftägigen Teambuilding-Trainingslager ab Freitag in Schweden bei. Die Bälle bleiben zu Hause, dafür werden sich Angeln, Isomatten, Schlafsäcke, Zelte und allenfalls noch Laufschuhe im Reisegepäck befinden. Das wird unter höchst ungewohnten Rahmenbedingungen die erste Herausforderung für die Jungs sein, „aber ich bin sicher, dass die Truppe danach zusammengewachsen ist“.

Trotz erheblich höherer Anforderungen bleiben die Vorgaben die gleichen wie in der letzten Saison: die laufstärkste und die am besten umschaltende Mannschaft soll Borussias blutjunge Truppe werden, dazu ausgestattet mit dem besten Teamgeist. „Wir wollen etwas Einmaliges schaffen, aber mit unserem eigenen Stil“, sagt Wagner. Er selbst sei gespannt, was dabei herauskommt: „Ich wäre mit jedem Platz zwischen eins und 17 zufrieden.“

INFO

Baykan und Hübner müssen passen

Der zum Trainingsauftakt obligatorische Laktattest und ein Orthopädie-Check waren die Programmpunkte des ersten Arbeitstages der neuen Saison.

Nicht dabei war Ensar Baykan, der aufgrund einer leichten Lebensmittel passen musste, aber aller Voraussicht nach mit nach Schweden fliegen wird.

Florian Hübner befindet sich nach seinem Syndesmosebandriss im Aufbautraining und fehlte im Hoeschpark ebenfalls. Nach aktuellem Stand wird er nicht mit nach Schweden reisen, sondern statt dessen daheim die Reha gezielt fortsetzen. In spätestens 14 Tagen soll auch er wieder komplett belastbar sein.

Udo Stark



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