BV Lünen II: Offene Fragen nach Nasenbeinbruch

Am Wochenende mussten Einsatzkräfte der Polizei die Partie der Dortmunder Kreisliga B zwischen der SG Alemannia Scharnhorst II und dem BV Lünen 05 II sichern. Die harte Gangart beider Teams sorgte für Tumulte. In einer weiteren Kreisliga-Partie einer Dortmunder Staffel musste die Polizei nach einer Schlägerei anrücken.

Lünen.. Um 14.39 Uhr waren sechs Beamte zum Scharnhorster Sportplatz am Holzgraben gerufen worden. Die Kreisliga-B-Begegnung zwischen Scharnhorst II und dem BV Lünen II musste mehrfach aufgrund von Auseinandersetzungen unterbrochen werden. Alemannia-Vorsitzender Volker Konradt hatte die Polizei alarmiert, weil er eine Eskalation verhindern wollte.

Erich Tremblau, Vorsitzender des BV Lünen, war selbst nicht vor Ort. Doch er hat sich mit dem Dortmunder Kollegen Konradt in Verbindung gesetzt: "Er hat mir mitgeteilt, dass die Benachrichtigung der Polizei eine reine Vorsichtsmaßnahme war."

Die Amateure beider Teams hätten unnötige Härte im Spiel gezeigt, so Konradt: Ein Scharnhorster musste wegen einer ausgekugelten Schulter behandelt werden, der Schiedsrichter hatte außerdem Ordner angefordert, um Tumulte zu verhindern. Nach einem Foul soll ein Spieler der Alemannia seinem Gegner einen Kopfstoß gegeben haben - dafür sah er die Rote Karte. Außerdem ermittelt jetzt die Polizei. Das Spiel endete übrigens 1:1.

Nasenbein gebrochen

Lünens Sportlicher Leiter Ahmet Elikalfa erfuhr erst am Montag von den Vorfällen: "Ich habe mit Recep Abut gesprochen. Er ist der Spieler, der durch den Kopfstoß verletzt wurde." Elikalfa erklärt, das Nasenbein des Lüner Akteurs sei gebrochen und er könne derzeit nicht arbeiten. Abut überlege, ob er eine Strafanzeige stellt.

Tremblau und Elikalfa beschwichtigen jedoch und versprechen der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Elikalfa: "Weder kann ich das Handeln unserer Spieler beschönigen noch kann ich ihnen Schuld zusprechen. Ich weiß noch nicht genau, was passiert ist. Wir distanzieren uns von jeglicher Form der Gewalt. Dasselbe Team ist in der letzten Saison Meister geworden ohne eine einzige Rote Karte." Darüber hinaus betont der 05-Verantwortliche sein Vertrauen in die Aufklärung der Sache: "Falls es zu einer Sitzung der Kreisspruchkammer kommen sollte, bin ich sicher, dass sie die richtige Entscheidungen treffen wird."

Während die Situation in Scharnhorst zumindest nicht ausgeartet ist, verlief es bei einem zeitgleich stattfindenden Spiel in Husen-Kurl schlimmer. Nach dem Schlusspfiff sollen mehrere Spieler der Gastmannschaft SF Ay Yildiz Derne III zwei Spieler des Vereins SC Husen-Kurl II angegriffen haben. Das berichteten Zeugen des C-Liga-Spiels der Polizei. Die Opfer konnten sich vor Faustschlägen und Tritten durch die Flucht in die Umkleidekabine retten. Andere Spieler schritten ebenfalls ein. Die beiden Männer wurden leicht verletzt.

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