BV Brambauer-Lünen stellt Neuzugänge vor

Der erste Schock ist gewichen. Der BV Brambauer-Lünen versucht, mit dem Abstieg in die Bezirksliga umzugehen. "Daran wird der 102 Jahre alte Verein nicht auseinander brechen", sagt der Sportliche Leiter Werner Smuda. Er schaut nach vorne und stellte am Mittwochabend in der Glückauf-Arena die Zu- und Abgänge zur Bezirksliga-Saison 2015/2016 vor.

Brambauer.. "Der Kader war für die Landesliga ausgerichtet. Jetzt wollen wir mit diesem Team eine dominierende Rolle in der Bezirksliga spielen", sagte Smuda im Vereinsheim. Auch Trainer Dirk Bördeling ist sicher: "Wir werden besser aufgestellt sein. Wir wollen jetzt die Kehrtwende, wieder für positive Schlagzeilen sorgen."

Vor allem an der Schwachstelle der abgelaufenen Spielzeit, der Offensive, haben die BVB-Verantwortlichen gearbeitet. Denn Rückkehrer Fathallah Boufeljat steht für Torgefahr. "Er ist damals unter mir beim BVB angefangen", sagt Bördeling. "Ein super Typ." Zuletzt spielte der 28-Jährige für Landesligist Schüren. "Sieben Jahre war ich schon beim BVB. Jetzt will ich dafür sorgen, dass er wieder Lünens Nummer eins wird", so Boufeljat.

Zurück in die Landesliga

Offensivgeist verkörpert auch Osman Kumac. Das einstige Riesentalent ist laut Bördeling "reifer geworden". Zuletzt lief der 28-Jährige für B-Ligist BV Lünen auf. "Er muss sich umstellen. Aber das kann er auch", so Bördeling. Davon ist auch Kumac überzeugt: "Ich will mit Brambauer zurück in die Landesliga."

Ebenfalls vom BV 05 kommt Akin Bayrakli. Der frühere LSVer kann auf der Sechs und in der Innenverteidigung agieren, hat einen sehr guten Torabschluss. "Aber auch er wird seine Fitness wieder anpassen müssen", sagt Bördeling über den 30-Jährigen.

Von Landesligist SSV Mühlhausen kommt Außenverteidiger Raphael Mark. "Von ihm erhoffen wir uns mehr Tempo auf der Außenbahn", so der BVB-Coach über den 21-Jährigen. Ebenfalls aus der Landesliga, genau wie Boufeljat, kommt Emmanuel Peterson (29). "Kopfballstark, guter Abschluss, sehr athletisch", schwärmt Bördeling. Petersons Stärke: Er ist flexibel einsetzbar, kann defensiv und offensiv agieren. "Fathallah hat mir nur Gutes über den BVB erzählt. Das hat mich überzeugt", so Peterson.

Sieben Abgänge

Hinzu gesellen sich drei 17-Jährige. Ahmed Ersoy hat bis zur C-Jugend beim BVB gespielt, wechselte dann zum VfB Waltrop. "Er könnte eine Überraschung werden", glaubt Bördeling. Der Sechser sei enorm zweikampfstark. Stürmer Unal Kurtulus kommt aus der eigenen A-Jugend, hat bereits in der Rückserie im Landesliga-Team mittrainiert. Das gilt auch für Schlussmann Hendrik Helmus. Sein Onkel ist ein guter Bekannter in der Glückauf-Arena: Thorsten Nitsche. "An der Seite von Robert Botta wird Hendrik viel lernen", sagt Bördeling.

Den Klub verlassen werden sieben Spieler - darunter Onur Öztürk, der schon seit einigen Monaten nicht mehr zum Kader zählt. Bartosz Wolff wechselt zum VfB Westhofen, BVB-Urgestein Philipp Scheuren zum künftigen Liga-Konkurrenten VfB 08. Die fußballerische Zukunft von Fabian Hillmeister ist nach dessen zweitem Kreuzbandriss ungewiss. Noch nicht bekannt sind die Ziele von Yahit Yilmaz, Tarkan Yildirim und Dennis Wagner. Michel Kröger und Patrick Botta wechseln in die A-Liga-Reserve der Brambauer.