Borussia Höchsten empfängt Westerholt zum Spitzenspiel
18.09.2008 | 19:29 Uhr 2008-09-18T19:29:14+0200Dritter Spieltag, und schon ein Spitzenspiel in der Landesliga-Staffel 3. Borussia Höchsten empfängt den SV Westerholt. Eine Partie, vor der es auch knistern würde, wenn nicht beide mit 4:0 Punkten ganz oben stünden.
Zu früh, von einem Topspiel zu sprechen? "Topper" Bötzel, Trainer der Höchstener Borussia, gibt zu: "Das sind zwei Mannschaften, die ganz vorne erwartet wurden. Ob es allerdings auch vom Handballerischen her das Topspiel wird, bleibt abzuwarten."
Der SV Westerholt mit dem Ex-Dortmunder Frank Herwig ist jedenfalls ein Gegner, den die Höchstener nicht in allzu guter Erinnerung haben. Zwei klare Niederlagen gab es in der Vorsaison, die letztlich dazu beitrugen, dass die Höchstener den Anschluss an die vorderste Spitze verloren.
"Einmal war es die Anwurfszeit, bei zweiten Mal hatten wir kaum Spieler", erinnert sich Bötzel, "diesmal haben wir keine Ausreden." Die Anwurfzeit (Sonntag, 15 Uhr) ist ungewöhnlich - ab 17 Uhr belegt Oberligist HC Süd die Halle - aber es ist nicht der ungeliebte Vormittag. Personell kann Bötzel fast aus dem Vollen schöpfen. Die ein oder andere Rechnung hat möglicherweise auch Neuzugang Randolph Mertmann noch offen. Vor eineinhalb Jahren hatte er - nicht unbedingt in Freundschaft - sein Spielertrainer-Dasein in Westerholt beendet.
Die dritte Mannschaft ohne Punktverlust in dieser Staffel ist der ASC. Der empfängt am Samstag (20.15 Uhr, Halle Aplerbeck) den Aufsteiger Ruhrtal Witten. Zwar hat sich ASC-Trainer Martin Denso die Wittener am Mittwoch, beim Nachholspiel gegen Dorstfeld angeschaut, doch sehr viele Schlüsse will er daraus nicht ziehen. Zumal die Aplerbecker erneut mit personellen Problemen zu kämpfen haben und auf die Hilfe einiger A-Jugendlicher angewiesen sein werden. Was übrigens auch die etwas späte Anwurfzeit am Samstag erklärt; die A-Jugend des ASC spielt um 17 Uhr in Dormagen.
Nach dem Sieg am Mittwoch gegen Ruhrtal Witten (34:29) will der ATV Dorstfeld am Samstag in eigener Halle gegen Heeren-Werve nachlegen (18.45 Uhr). "Das dürfte aber nicht ganz so einfach werden", vermutet Dorstfelds Trainer Rüdiger Edeling, Heeren ist schon ein anderes Kaliber als Ruhrtal Witten".
Gegen den Aufsteiger aus der Nachbarstadt, bei dem Edeling selbst mal auf der Trainerbank saß, feierte der ATV beim 34:29 (16:15) den ersten Erfolg in dieser Saison. "Ein reines Kampfspiel", fasste Edeling die 60 Minuten, in denen sein Team über weite Strecken den Ton angab, zusammen. Kurz nach der Pause setzte sich Dorstfeld etwas deutlicher ab (20:16, 35.), das sollte reichen.
Dorstfeld: Börsch, Scholz; Goraczy (5), Münz, Utech (4), Bethke (2), Fuß (6), Rodenberg (2), Edeling (1), Hermann (7/2), Grisko (3), Lemke (3).
Auch in der Landesliga-Staffel 4 sind drei Mannschaften mit 4:0 Punkten gestartet - darunter Westfalia Hombruch. Das team von Trainer Kai Ruben erwartet in eigener Halle (Sa., 18.30 Uhr) den Letmather TV und würde die weiße Weste gern bewahren. Allerdings weiß Ruben nur wenig über den Gegner. Was sich aber Samstagabend geändert haben wird . . .
Leichte Aufgaben gibt es für Westfalia Hörde in dieser Saison ohnehin nicht, mit Ferndorf II kommt am Sonntag (11.30 Uhr) allerdings ein Gegner, "der sich vermutlich mit uns auf Augenhöhe befindet", schätzt Trainer Dirk Brandes. Der personelle Notstand hat sich im Laufe der Woche etwas abgeschwächt, "zwar haben wir noch nicht gut trainieren können, dafür aber immerhin eine komplette Mannschaft zusammen", so Brandes. (vos/TiB)
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