Blomenkemper tritt ab Bispinghoff übernimmt

Eine große Ära geht bei den 2.-Liga-Wasserballern des SV Lünen zu Ende: Jens Blomenkemper gibt nach neun Jahren am Beckenrand sein Amt als Trainer aus privaten Gründen ab. Es übernimmt Reserve-Trainer Olaf Bispinghoff.

Lünen.. "Ich habe diese Entscheidung bereits vor ein paar Wochen getroffen. Unabhängig davon, wie der sportliche Verlauf ist. Ich möchte einfach mehr Zeit mit meiner Familie verbringen", sagt er. Privat habe sich in den letzten neun Jahren einiges verändert: Nach der Hochzeit mit seiner Frau Julia im Jahre 2006 folgte 2008 die Geburt von Töchterchen Jona Lisa. 2013 kam schließlich Sohn Janis zur Welt.

Mehr Zeit mit der Famile verbringen

"Anfangs kann man alles unter einen Hut bringen. Aber in der letzten Zeit habe ich selbst gemerkt, dass ich nicht mehr durch ganz Nordrhein Westfalen fahren möchte. Das ist zu zeitintensiv. Diese Zeit möchte ich lieber mit meiner Familie verbringen", so Blomenkemper weiter.

Sein Name steht beim SV Lünen für Erfolg: In den letzten neun Jahren schaffte der SVL gleich vier Aufstiege unter Blomenkemper. Aus der Südwestfalenliga stieg der SVL 2007/2008 - in dem Jahr des 100jährigen Jubiläums - in die Verbandsliga auf. Anschließend folgten nach und nach die Sprünge in die Oberliga und 2. Liga. Aktuell geht das Team ins dritte Jahr in der 2. Wasserballliga auf Punktejagd. Das gab es in der gesamten Vereinsgeschichte noch nie.

In Olaf Bispinghoff hat der SV Lünen bereist einen Nachfolger gefunden. Bispinghoff kam vor einiger Zeit vom Bundesligisten Köln in die Lippestadt und trainierte zuletzt die eigene Zweite in der Verbandsliga. Für Blomenkemper war er der Wunschkandidat: "Ich schätze Olaf sehr. Wir haben selbst zusammen Wasserball gespielt. Ich habe ihn auch direkt beim Verein vorgeschlagen."

"Hohe Akzeptanz"

Auch der SV Lünen war überzeugt, wie Jürgen Resch, 2. Vorsitzender, bestätigt: "Wir haben einen tollen Nachfolger gefunden, der die Arbeit von Jens gleichwertig fortsetzen wird. Olaf genießt eine hohe Akzeptanz in der Mannschaft. Wir sind überzeugt, dass das eine sehr solide Lösung ist."

Bispinghoff selbst wird künftig nicht mehr ins Wasser steigen. "Das bekomme ich zeitlich nicht mehr hin. Ich werde nur noch als Trainer aktiv sein", sagt er. Er möchte weiterhin zusätzlich die zweite Mannschaft betreuen, hauptsächlich bei den Heimspielen. Um eine Lösung für die Partien in den fremden Becken wird sich noch gekümmert. Die erste Mannschaft hätte aber Priorität.

Bispinghoff freut sich auf die kommende Zeit: "Ich möchte das Team weiter motivieren. Die Spieler sind durch Jens gut ausgebildet worden. Vielleicht gelingt mir der Feinschliff noch. Ich möchte auf jeden Fall, dass der SV Lünen längere Jahre in der 2. Liga aktiv ist."