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Bewegende Momente zum Abschluss

30.12.2012 | 19:10 Uhr
Bewegende Momente zum Abschluss

5000 Zuschauer auf der Rennbahn sorgten für angenehme Stimmung zum Jahresabschluss. Riesenbeifall gab es natürlich für den Besten der Jockeys, Andrasch Starke.

Elfi Schnakenberg hatte Tränen in den Augen. „So etwas nimmt mich mit“, sagte die Galoppertrainerin aus Blender berührt. Nicht so sehr die Ehrung, die sie als Betreuerin der besten Hindernispferde erfuhr, sondern wie wunderbar stimmig die Wuppertaler Sängerin Annika Boos die Nationalhymne bei der Championatsehrung auf der Wambeler Rennbahn präsentierte.

„Es war ein ein gutes aber schwieriges Jahr und wir hoffen auf ein besseres 2013“, fand Albrecht Woeste die rechten Worte für den Rennsport. Die abschließende Ehrung für die Besten, die mit den schnellen Vierbeinern arbeiten, sah der Präsident des Galopperverbandes als Indiz dafür an.

81 Saisonsiege für Starke

Und so war der letzte Renntag ein gelungener Abschluss. 5000 Zuschauer auf der Rennbahn sorgten endlich einmal für angenehme Stimmung. Riesenbeifall gab es natürlich für den Besten der Jockeys, Andrasch Starke. „Es war ein Riesenjahr“, meinte der Mann, der nicht nur neun Rennen der höchsten Kategorie gewonnen hat, sondern auch das Einzelchampionat mit 81 Siegen - zwei Erfolge gestern - für sich entschied.

Dabei hatte es Starke noch einmal kurzfristig für Spannung in der Trainerwertung gesorgt, als er mit Christian von der Reckes Café au Lait im dritten Rennen den Rückstand auf nur drei Siege auf Roland Dzubasz verkürzt hatte.

Später beendete Banyarsaikan Ganbat alle Hoffnungen. Der Top-Jockey des Renntages sorgte mit Coolfighter für die Vorentscheidung zugunsten des Hoppengartener Trainers und zudem für mehrere Bescherungen nach Weihnachten. Denn der Nachwuchsreiter präsentierte sich als wahrhafter Überflieger mit seinen vier beeindruckenden Siegen auf Sand. Zudem ließ er einen ehemaligen Dortmunder seine erfolgreichste Saison abschließen. „Jetzt sind wir schon mal sicher Dritter in der Championatswertung“, freute sich Sascha Smrzcek nach dem Erfolg von Usbeke. Später ließ Ganbat dem Düsseldorfer Trainer ein weiteres Mal jubeln, als er Vorjahreschampions Filip Minarik vertrat und seine Erfolgsgeschichte auf Pussycat Doll zu Ende schrieb. Zwischenzeitlich hatte er auch noch Erika Mäder zu vielen Gratulationen verholfen. Auf dem Derbystarter des letzten Jahres, Hosea, gewann er den Ausgleich IV über 1950 Meter. „Der hat den Knopf gefunden“, so die Trainerin, „dieses Pferd läuft nur mit diesem Jungen schnell“. Zwei Ritte auf Hoseo, zwei Siege.

Schnell genug waren auch die Galopper mit Heimvorteil. Novillo als 80. Saisontreffer von Andrasch Starke für Norbert Sauer hatte überlegen mit acht Längen Vorsprung den Anfang gemacht. Später legte Stall Sommerbergs La Strada aus dem Stall von Uwe Stoltefuß nach, mit einem Triumph im Ausgleich III nach Zielfotoentscheid. „Dieser Sieg war enorm wichtig“, kommentierte Birgit Stoltefuß. Sie meinte damit, dass das Training trotz der Erkrankung ihres Ehemannes weiter erfolgversprechend verlaufe. Zudem hat der 57-Jährige auch wieder Zugriff auf die Rennplanung genommen. Insofern sei an einen Satz von Andrasch Starke, angesprochen auf seine rennsportlichen Perspektiven, erinnert: „Am meisten wünsche ich mir Gesundheit.“

René Schröder



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