Beim VfL Schwerte sieht man sich auf gutem Weg

Nach ganz oben wird es bei sieben beziehungsweise elf Punkten Rückstand auf die Spitzenteams Hagen und Wetter wohl nicht mehr gehen, zufrieden mit der Hinrunde ist man am Schützenhof aber allemal. Nach dem Trainerwechsel von Benjamin Hartlieb zu Jörg Silberbach läuft es ganz ordentlich beim VfL Schwerte.

Schwerte.. Der erste große Aufreger aus VfL-Sicht ereignete sich, als die Saison noch keine sechs Spieltage alt war: Trainer Benjamin Hartlieb gab nach dem 0:4 in Breckerfeld am 14. September seinen Rücktritt bekannt. Doch mit dem erfahrenen Jörg Silberbach (49) konnten die Schwerter schnell einen hochkarätigen Nachfolger präsentieren.

Und der Wechsel am Steuerrad verlief durchaus erfolgreich: Unter Silberbach holte der VfL in elf Spielen 20 Punkte und ist als Tabellendritter der Anführer des breit gefächerten Mittelfelds.
Im Interview äußert sichJörg Silberbach über...

...den Hinrundenverlauf:
"Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden. In zwei, drei Spielen haben wir unnötig verloren oder Punkte liegengelassen, ich denke da an Berchum/Garenfeld, Geisecke oder zuletzt Kalthof. Das abzustellen, ist Teil der Entwicklung der Mannschaft, die sehr ehrgeizig ist und deren Auftreten mir wirklich gefällt."

...die Neuzugänge:
Um ehrlich zu sein, habe ich mich nach meinem Amtsantritt nicht wirklich damit befasst, wer nun Neuzugang war oder nicht. Da mich die Mannschaft im Kollektiv und auch individuell überzeugt hat, kann ich nur sagen, dass alle Neuzugänge eingeschlagen haben. Wenn ich einen der Jungs hervorheben müsste, wäre dies Atik Oktay, der mit seiner individuellen Klasse wichtig für uns ist.

...die Arbeit mit dem Team nach dem Trainerwechsel:
"Die Zusammenarbeit macht mir unheimlich viel Spaß. Ich wurde super aufgenommen, von der Mannschaft wie auch vom Umfeld. Das sorgt für ein gutes Gefühl, zudem ist das Team sehr diszipliniert und hat eine klare Ordnung: Die erfahrenen Spieler wie Lars Raffenberg, Mirko Mustroph und Stefan Ladkau führen die jungen."

...die Vorbereitung in der Winterpause:
"Zu viele Testspiele in der Wintervorbereitung sind nicht gut. Daher haben wir nur vier Partien ausgemacht und werden den Fokus auf die Trainingsarbeit legen. Zudem bekommen die Jungs Hausaufgaben mit, in Form eines kleinen Plans, den wir aber nur mündlich durchgesprochen haben. Denn wer wann in der dunklen Jahreszeit laufen gehen kann, lässt sich nicht verbindlich für alle festhalten."

...den Stellenwert der Stadtmeisterschaften für den Vorbereitungsplan:
"Wenn ich irgendwo antrete, möchte ich dort auch gewinnen - das ist bei den Stadtmeisterschaften nicht anders. Fanatisch bin ich deshalb aber nicht. Letztlich geht es bei dem Turnier doch um die goldene Ananas, auch wenn es für die Zuschauer zurecht ein großes Spektakel ist. Von dem Turnier an sich haben wir nichts, ich hoffe jedenfalls, dass sich niemand verletzt und für die Rückrunde ausfällt."