Bei der HSG greift kein Rädchen ins andere

Was ist nur los mit den Handballern der HSG Schwerte/Westhofen? Anstatt die Pleite im letzten Spiel 2014 gegen das Landesliga-Schlusslicht Eintracht Hagen 3 vergessen zu machen, lieferte die Mannschaft zum Start ins Handballjahr 20125 eine kaum bessere Leistung ab und unterlag dem auswärtsschwachen TV Arnsberg mit 30:34.

Schwerte.. Öffentliche Kritik aus dem Mund des Trainers gibt es nicht. "An jeden einzelnen Spieler kann ich keinen Vorwurf richten - es ist nicht so, dass sie nicht wollen. Aber derzeit greift einfach kein Rädchen ins andere", sagt Niclas Kohl.

Trotzdem: Die Körpersprache einiger Akteure vermittelt nicht den Eindruck, dass sie in Sachen Einsatzbereitschaft ans Limit gehen - eine gewisse Unzufriedenheit ist fast greifbar. Von der Geschlossenheit, die die Mannschaft sonst ausgezeichnet hat, war gegen Hagen und Arnsberg jedenfalls nicht viel zu sehen.
"Das ist schon richtig - die Jungs stehen momentan nicht zusammen", räumt Kohl ein. Dass das Team einen Spieltag vor Hinrundenschluss mit 13:11-Punkten in der Tabelle jenseits von Gut und Böse zu finden ist, sorgt ganz sicher nicht für eine Extraportion Motivation. Und ein interner Konkurrenzkampf findet aufgrund des kleinen Kaders kaum statt.

Ganze zwei Feldspieler saßen am Sonntag als Wechselalternativen auf der Bank, dabei fehlten mit dem verletzten Max Arnold und dem erkrankten Nico Bönnighausen nur zwei Spieler des Kaders, zu dem man den seit Wochen aus beruflichen Gründen fehlenden Jens Klostermann kaum noch zählen kann. Dass Bönnighausen sich im Februar zu einem Auslandssemester nach Neuseeland verabschieden wird, macht die Sache nicht besser.

"Es ist eine undankbare Konstellation - auch für mich als Trainer", sagt Niclas Kohl, der ganz sicher schon mal mehr Spaß an seinem Trainerjob hatte als in diesen Tagen.